Mehrere zehntausend Menschen haben am Samstag bei der Techno-Parade „Rave the Planet“ in Berlin gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein und 33 Grad im Schatten strömten die Besucher zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. Um die extreme Hitze zu ertragen, setzten die Veranstalter Wasserwerfer zur Abkühlung ein.
Die Veranstaltung begann mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Anschlags auf den Christopher-Street-Day, der drei Wochen zuvor an derselben Stelle stattgefunden hatte. Die Polizei war mit großem Aufgebot vor Ort präsent. Zahlreiche Zufahrten zum Veranstaltungsgelände waren durch Fahrzeugsperren gesichert. Allerdings blieben viele Wege am Rande des Veranstaltungsgeländes ungesichert, weshalb unzählige Menschen auch außerhalb der eigentlichen Route feiernd und tanzend unterwegs waren – genau wie beim vorherigen CSD.
Viele Besucher betrachten „Rave the Planet“ als geistigen Nachfolger der legendären „Loveparade“. Der konkurrierende „Zug der Liebe“, der in ähnlicher Tradition steht und zwei Wochen nach „Rave the Planet“ hätte stattfinden sollen, war unmittelbar nach dem CSD-Anschlag aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.
Autor: dts Nachrichtenagentur