Ein 41-jähriger BMW-Fahrer ist am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr auf der B30 bei Achstetten von der Fahrbahn abgekommen. Der Mann war mit seinem 3er BMW in Richtung Biberach unterwegs, als er bei starkem Regen die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Nach bisherigen Erkenntnissen war er zu schnell für die nassen Straßenbedingungen unterwegs.
Auf der feuchten Fahrbahn kam der BMW ins Schleudern und driftete nach links von der Straße ab. Mit voller Wucht krachte der Wagen in die Mittelschutzplanken und kam schließlich auf der Fahrbahn zum Stehen. Der 41-Jährige blieb bei dem Aufprall unverletzt.
Der Sachschaden fällt erheblich aus: Die Polizei schätzt den Gesamtschaden an dem nicht mehr fahrbereiten Auto und den beschädigten Leitplanken auf etwa 13.000 Euro. Ein Abschleppdienst barg den BMW von der Unfallstelle.
Die Bergungsarbeiten und die Reinigung der Fahrbahn führten bis gegen 10.30 Uhr zu leichten Verkehrsbehinderungen im Bereich der B30.
Die Polizei nutzt den Unfall, um Autofahrer erneut auf die Risiken zu schnellen Fahrens bei Nässe hinzuweisen. Besonders das Phänomen Aquaplaning – wenn eine Wasserschicht zwischen Reifen und Asphalt entsteht – führt immer wieder zu gefährlichen Situationen. Um das Risiko zu minimieren, empfiehlt die Polizei folgende Maßnahmen: Sommerreifen sollten mindestens 3 Millimeter Profiltiefe aufweisen, Winterreifen mindestens 4 Millimeter. Der Reifendruck ist regelmäßig zu kontrollieren, da niedriger Druck das Fahrverhalten bei Nässe verschlechtert. Die angepasste Geschwindigkeit ist das A und O, um Aquaplaning zu vermeiden und einen kurzen Bremsweg zu garantieren.
Falls Fahrer dennoch die Bodenhaftung verlieren, rät die Polizei zur Ruhe: Auskuppeln statt bremsen – allerdings nicht bei Fahrzeugen mit ESP-System – und das Lenkrad gerade halten, falls die Verkehrslage dies zulässt. Dies verhindert, dass der Wagen beim erneuten Kontakt zur Fahrbahn unkontrolliert ins Schleudern gerät.
Weitere Informationen und Tipps zum sicheren Fahren finden Interessierte unter www.gib-acht-im-verkehr.de. Die Polizei empfiehlt zudem Fahrsicherheitstrainings, in denen das richtige Verhalten in brenzligen Situationen erlernt werden kann.