Zwei Jugendliche aus dem Rhein-Herne-Kanal gerettet – Lebensgefahr nach zweitem Badeunfall in zwei Tagen

(Symbolbild)

Erneut mussten Polizei und Feuerwehr am Sonntagabend zu einem Badeunfall am Rhein-Herne-Kanal ausrücken. Gegen 22.10 Uhr meldete die Feuerwehr der Polizei Gelsenkirchen, dass zwei Personen im Wasser vermisst werden – nur wenige hundert Meter entfernt von der Stelle, wo bereits am Vortag ein 16-Jähriger ums Leben kam.

Die Taucher der Feuerwehr bargen die beiden Vermissten gegen 22.31 Uhr aus dem Wasser. Bei den Geretteten handelte es sich um einen 14-Jährigen und einen 19-Jährigen aus Gladbeck. Beide erlitten schwere Verletzungen und kamen notärztlich versorgt in Krankenhäuser. Für beide besteht Lebensgefahr. Während der Rettungsmaßnahmen sperrte die Polizei den Rhein-Herne-Kanal für den Schiffsverkehr – die Sperrung wurde um 22.50 Uhr aufgehoben.

Die genauen Umstände, wie es zu dem Unfall kam, sind noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Der Vorfall ist bereits das zweite Unglück an dieser Stelle innerhalb von 24 Stunden: Am Samstag, 20. Juni 2026, war es am Amphitheater in Gelsenkirchen-Horst zu einem Badeunfall gekommen, bei dem ein 16 Jahre alter Jugendlicher starb.

Angesichts dieser Serie tragischer Ereignisse warnt die Polizei Gelsenkirchen eindringlich vor dem Baden in unbekannten oder unbewachten Gewässern. Das Risiko ist erheblich: Auch geübte Schwimmer können in Untiefen oder Strömungen geraten, aus denen sie sich nicht selbst befreien können. Personen, die nicht sicher schwimmen können, befinden sich in solchen Situationen schnell in unmittelbarer Lebensgefahr. Die Polizei appelliert an Eltern und Erziehungsberechtigte, ihre Kinder für die Gefahren zu sensibilisieren und ihnen zu vermitteln, nicht unbedarft ins Wasser zu springen.

Wer Personen in Not beobachtet, wird aufgefordert, umgehend den Notruf 112 zu wählen und andere in der Nähe auf die Situation hinzuweisen.

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