Am frühen Morgen des 4. Juli 2026 hat ein 18-jähriger Mann am S-Bahnhof Reeperbahn einen Sicherheitsdienstmitarbeiter angegriffen und dabei mehrfach zugebissen. Der Vorfall ereignete sich gegen 01:50 Uhr und führte letztendlich zu einer Festnahme durch die Bundespolizei.
Zunächst war der syrische Staatsangehörige Mitarbeitern der DB Sicherheit aufgefallen, weil er Frauen verbal belästigte und sich direkt am Gleisbereich auf den Bahnsteigboden legte. Als die Sicherheitskräfte einschreiten wollten, reagierte der Mann aggressiv: Er versuchte, in Richtung eines 38-jährigen Sicherheitsdienstmitarbeiters zu schlagen und zu treten. Dabei biss er dem Mann mehrfach durch dessen Strickjacke hindurch in die Unterarme. Der Sicherheitsdienstmitarbeiter erlitt leichte Verletzungen, lehnte aber die Anforderung eines Rettungswagens ab.
Mehrere Sicherheitsdienstmitarbeiter mussten den 18-Jährigen zu Boden bringen und dort beruhigen, bis die Bundespolizei eintraf. Auch bei Ankunft der Polizeikräfte verhielt sich der Mann aggressiv und musste gefesselt zum Bundespolizeirevier Hamburg Hauptbahnhof gebracht werden.
Im Revier kam es erneut zu Sachbeschädigungen: Der Tatverdächtige trat mehrfach gegen ein Sichtfenster im Gewahrsamsbereich, das daraufhin zersprang und beschädigt wurde. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,0 Promille, doch der Mann zeigte deutliche Ausfallerscheinungen, die auf Drogenkonsum hindeuteten. Er musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.
Die Bundespolizei hat ein Strafverfahren gegen den 18-Jährigen eingeleitet. Die Vorwürfe lauten auf Körperverletzung und Sachbeschädigung. Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg führt die weiteren Ermittlungen.