Ein 65-jähriger Deutscher hat am Dienstagabend im Harburger Bahnhof Bundespolizisten massiv beleidigt und zweimal den sogenannten „Hitlergruß“ gezeigt. Der Mann war zuvor als hilflose Person am Gleis 6 gemeldet worden.
Gegen 19:40 Uhr hatte ein DB-Mitarbeiter die Bundespolizei alarmiert, weil eine Person am Gleis 6 am Boden lag. Die Beamten fanden den 65-Jährigen dort vor, weckten ihn und überprüften seinen Zustand. Er machte einen alkoholisierten Eindruck, reagierte nur zögerlich auf Fragen und schwankte beim Aufstehen.
Als die Polizisten ihn aufforderten, sich auszuweisen, wurde der Mann aggressiv und beschimpfte sie mit übelsten Kraftausdrücken. Da er sich nicht beruhigen ließ, erteilten ihm die Beamten einen Platzverweis für den Harburger Bahnhof. Der 65-Jährige teilte mit, dass er dem Platzverweis nicht nachkommen werde, und machte Aussagen mit nationalsozialistischem Bezug.
Beim Verlassen des Bahnhofs drehte sich der Mann um und hob zwei Mal den linken Arm zum sogenannten „Hitlergruß“. Mehrere Reisende nahmen den Vorfall wahr und reagierten erschrocken. Die Bundespolizisten nahmen den Mann daraufhin in Gewahrsam.
Auf der Wache des Bundespolizeireviers Hamburg-Harburg beleidigte der 65-Jährige die Polizisten erneut. Ein Amtsarzt stellte seine Gewahrsamsfähigkeit fest. Gegen 22:30 Uhr ergab ein freiwilliger Atemalkoholtest einen Wert von 1,55 Promille. Um 22:50 Uhr hatte sich der Mann so weit beruhigt, dass er entlassen werden konnte.
Gegen den Tatverdächtigen wurden Strafverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und wegen Beleidigung eingeleitet. Das LKA 7 der Hamburger Polizei übernimmt die Ermittlungen nach Paragraph 86a des Strafgesetzbuchs.