AfD-Spitzenkandidat Siegmund deutet Wahlsieg als Signal für Bundesebene

via dts Nachrichtenagentur

Der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, interpretiert den klaren Wahlerfolg seiner Partei als „Zeichen in Richtung Berlin“. Unmittelbar nach den 18-Uhr-Prognosen von ARD und ZDF äußerte sich Siegmund in der ARD kritisch zur Amtszeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Siegmund bescheinigte Merz, ein „sehr guter Wahlkämpfer“ für die AfD zu sein. „Jeder Tag mit ihm im Kanzleramt ist einer zu viel“, sagte der AfD-Politiker. Damit spielte er auf die Kritik an der CDU-geführten Bundesregierung an, die seiner Ansicht nach zur Stimmung für die AfD beiträgt.

Zur Frage, ob er selbst Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt werden könne, wollte sich Siegmund nicht eindeutig festlegen. Allerdings betonte er: „Meine Hand zu anderen Demokraten bleibt ausgestreckt.“ Gleichzeitig machte er eine Bedingung deutlich – notwendig sei eine „grundsätzliche politische Kehrtwende“.

Nach den Wahlprognosen verfügt die AfD in Sachsen-Anhalt knapp nicht über eine eigene Mehrheit. Siegmund deutete an, dass eine Koalition mit dem BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) möglich sein könnte, sofern diese Partei die Fünf-Prozent-Hürde überwindet.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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