Das Wochenende vom 26. bis 28. Juni 2026 beschäftigte die Polizeiinspektion Gifhorn mit mehreren Trunkenheitsfahrten, einem Verkehrsunfall und einer eskalierenden Auseinandersetzung nach einem Unfall. Die Beamten waren besonders mit alkoholisierten Verkehrsteilnehmern konfrontiert – sowohl auf der Straße als auch auf dem Wasser.
In der Nacht zum 27. Juni um 03:55 Uhr wurde ein 48-jähriger Autofahrer in Calberlah auf der Hauptstraße kontrolliert. Die Beamten stellten dabei eine Alkoholisierung von 1,42 Promille fest. Zusätzlich ergaben sich Hinweise auf einen möglichen Einfluss von Betäubungsmitteln und Medikamenten. Der Führerschein wurde sichergestellt, eine Blutprobe entnommen.
Rund eine Stunde später, um 04:43 Uhr, eskalierte eine Verkehrskontrolle in Gifhorn auf der Braunschweiger Straße. Ein 26-Jähriger flüchtete mit seinem E-Scooter vor der Polizei und fuhr dabei grob verkehrswidrig und rücksichtslos. Die Beamten stellten ihn jedoch. Bei der Kontrolle zeigte sich: Der Mann war mit 1,17 Promille alkoholisiert. Zusätzlich war sein E-Scooter schneller als zulässig und er besaß keine gültige Fahrerlaubnis. Es folgte eine Blutentnahme und mehrere Strafverfahren.
Zu einem ungewöhnlichen Einsatz kam es am Samstagabend um 17:40 Uhr: Ein gekentertes Boot wurde auf dem Elbe-Seitenkanal im Bereich der Kanalbrücke zwischen Westerbeck und Grußendorf gemeldet. Glücklicherweise befand sich niemand in Not. Der Bootsführer hatte jedoch 1,15 Promille Alkohol im Blut. Eine Blutprobe wurde entnommen und ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr eingeleitet.
Bei den Verkehrsunfällen ereignete sich am 27. Juni um 12:18 Uhr ein schwerer Unfall auf der Kreisstraße 29 zwischen Transvaal und Stüde. Eine 73-jährige Autofahrerin erlitt vermutlich aufgrund der hohen Temperaturen einen medizinischen Notfall, geriet auf die Gegenspur und kam von der Fahrbahn ab. Sie durchfuhr ein Getreidefeld und stoppte vor einem Grundstück. Ein 46-jähriger Gegenverkehrsteilnehmer erkannte die Situation rechtzeitig und konnte ausweichen, wodurch ein Frontalzusammenstoß verhindert wurde. Die 73-Jährige wurde vor Ort medizinisch versorgt und in ein Klinikum gebracht.
Am Mittag desselben Tages um 12:23 Uhr ereignete sich auf der Hamburger Straße in Gamsen zunächst ein Verkehrsunfall mit leichten Folgen. Doch die Unfallbeteiligten gerieten so heftig in Streit, dass sich eine körperliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen entwickelte. Dies wurde als Schlägerei über den Notruf gemeldet. Mehrere Streifenwagen rückten an und beruhigten die Situation. Die beteiligten Personen erlitten leichte Verletzungen, wechselseitige Anzeigen wegen Körperverletzung wurden erstattet.
Zusätzlich musste die Polizei im Landkreis Gifhorn landkreisweit eine Vielzahl von Ruhestörungen bearbeiten, die aus den lauen Sommernächten resultierten. In den meisten Fällen führte ein Gespräch der Beamten zu mehr Rücksichtnahme, sodass diese Einsätze zügig beendet werden konnten.