Altena: Betrüger geben sich als E-Mail-Provider und Bank aus

(Symbolbild)

Eine Altenäerin ist am Dienstag auf Betrüger hereingefallen, die sich zunächst als Mitarbeiter ihres E-Mail-Providers ausgaben und später als Sparkassen-Angestellte. Die Frau überwies daraufhin Geld auf ein Konto in Irland – das Geld ist verloren.

Den Anfang machte eine gefälschte E-Mail: Sie stammte angeblich vom E-Mail-Provider und warnte die Frau, dass ihre Handy-Nummer gehackt worden sei. Die Absender-Adresse hatte allerdings nichts mit dem Provider zu tun. Die Altenäerin rief die angegebene Telefonnummer an – auch diese führte nicht zum echten Kundenservice. Der Anrufer behauptete, das Mail-Konto sei gehackt worden, und kündigte einen weiteren Anruf an.

Am Dienstagabend kam dieser Anruf – doch er stammte nicht vom E-Mail-Provider, sondern angeblich von einer Sparkasse. Der Anrufer forderte die Frau auf, Geld zu überweisen, damit Hacker keinen Zugriff auf ihr Bankkonto hätten. Sie folgte der Aufforderung und überwies das Geld auf ein Konto in Irland. Erst danach rief sie die Sparkasse an und merkte, dass sie Opfer von Betrügern geworden war. Das versprochene Zurücküberweisen des Geldes durch den angeblichen Banker fand nie statt.

Die Polizei des Märkischen Kreises warnt: Absender-Adressen von E-Mails lassen sich manipulieren, genauso wie die angezeigte Telefonnummer bei Anrufen. Deshalb sollte man im Zweifelsfall selbst die Initiative ergreifen und die Bank oder den Kundendienst unter einer bekannten, selbst herausgefundenen Nummer anrufen – nicht unter der Nummer aus der E-Mail oder vom Anrufer.

Grundsätzlich sollten vertrauliche Informationen wie PIN oder TAN niemals am Telefon preisgegeben werden – Banken fragen diese nie ab. Auch sollte man niemals auf Anweisung unbekannter Personen Geld überweisen, schon gar nicht auf Auslandskonten. Der angebliche Hacker-Angriff in diesem Fall hatte wahrscheinlich nie stattgefunden; solche Meldungen sollen Opfer zu unüberlegten Handlungen verleiten.

Um E-Mail-Konten besser zu schützen, empfiehlt die Polizei: Verwenden Sie sichere, nicht zu einfache Passwörter – viele Konten werden gehackt, weil die Passwörter zu simpel sind. E-Mail-Fächer spielen dabei eine Schlüsselrolle, weil Betrüger über ein gehacktes E-Mail-Konto auch auf andere Dienste zugreifen können, etwa um bei Online-Shops Empfänger-Adressen und Passwörter zu ändern. Falls möglich, sollten Zwei-Faktor-Authentifizierungen eingerichtet werden – das macht es deutlich schwerer für Hacker.


Betrugsfälle im Märkischen Kreis: der Vergleich mit Land und Bund

Im Märkischen Kreis zählte die Polizei 2025 3.021 Betrugsfälle, das sind 740 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis besser als im restlichen Bundesland, wo 946 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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