Anfrage zu Ausschreitungen in Oberbilk und Drogenpolitik

Ratsherr Dr. Bresztowszky (AfD-Fraktion) hat eine Anfrage aus aktuellem Anlass an den Oberbürgermeister gestellt. Sie bezieht sich auf Ausschreitungen in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 2026 im Bereich Ellerstraße in Oberbilk in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Nach Angaben in der Anfrage waren etwa 1.500 Personen an den Ausschreitungen beteiligt. Dabei wurden Böller, Glasflaschen und Molotow-Cocktails geworfen. Drei Polizisten wurden verletzt.

Der Ratsherr fragt die Verwaltung, welche konkreten Konsequenzen die Stadt Düsseldorf aus diesen Ereignissen zieht – insbesondere mit Blick auf die bereits bestehende hohe Gewaltkriminalität und die offene Drogenszene in diesem Viertel.

Zudem erkundigt sich Dr. Bresztowszky, ob die geplante Eröffnung eines weiteren Drogenhilfezentrums an der Eisenstraße 49 angesichts der Eskalation überdacht, ausgesetzt oder angepasst wird. Er weist darauf hin, dass dieser Standort unmittelbar in einem hoch belasteten Gebiet und nahe bei Schulen liegt.

In einer dritten Frage regt der Ratsherr an, eine umfassende Machbarkeitsprüfung für den Reisholzer Hafen als dezentralen, großflächigen und polizeilich besser kontrollierbaren Standort für ein Drogenhilfezentrum nach dem Zürcher 4-Säulen-Modell durchzuführen. Dies solle dazu dienen, Innenstadt und Wohnviertel nachhaltig zu entlasten.

Eine Anfrage (auch: Anfrage aus aktuellem Anlass) ist ein Verfahren, mit dem Ratsmitglieder die Verwaltung zu bestimmten Sachverhalten befragen können.

Maike Hiller, Politikredaktion NRW