Ratsherr fragt nach RRX-Verzögerungen im Teilabschnitt Angermund

Ratsherr Tobias Kühbacher (SPD/Volt-Ratsfraktion) hat eine Anfrage aus aktuellem Anlass zur Ratssitzung am 16. Juli 2026 eingereicht. Sie betrifft mögliche Auswirkungen eines laufenden Rechtsverfahrens auf den RRX-Ausbau, also die geplante Erweiterung der Rheinischen Bahn.

Hintergrund: Nach Berichterstattung der Rheinischen Post vom 8. Juli 2026 sind Bauarbeiten für den RRX nun für Mitte 2028 angesetzt. Ein endgültiges Fertigstellungsdatum soll erst nach Abschluss aller Planfeststellungsverfahren (behördliche Genehmigungen für Bauprojekte) feststehen. Beim Teilabschnitt Angermund ruhen die Bauplanungen derzeit, weil der zugehörige Planfeststellungsbeschluss Gegenstand eines Rechtsverfahrens der Stadt ist.

Zentraler Streitpunkt sind bauliche Lärmschutzmaßnahmen: Die Stadt Düsseldorf fordert eine Einhausungslösung (Überdachung), während ursprünglich Lärmschutzwände geplant waren. Ein Werkstattverfahren mit Anwohnern und Experten zeigte 2021, dass solche Alternativlösungen die Kosten je nach Ausführung um das Zehnfache – auf bis zu 700 Millionen Euro – erhöhen und die Bauzeit um bis zu fünf Jahre verlängern könnten.

Kühbacher fragt die Verwaltung: Wie kooperiert die Stadt mit der Deutschen Bahn für eine außergerichtliche Einigung? Mit welchen Verzögerungen muss gerechnet werden, falls die Stadt mit ihrem Rechtsbegehren erfolgreich ist? Welche Auswirkungen hätte dies auf bereits beschlossene Ziele zur Verkehrswende?

Maike Hiller, Politikredaktion NRW