Stadtverordneter Menzel hat die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam schriftlich befragt (eine Anfrage ist ein formelles Auskunftsersuchen, das von Stadträten gestellt werden kann). Gegenstand ist die Tiefengeothermieanlage in der Heinrich-Mann-Allee, ein Pilotprojekt zur Wärmeerzeugung.
Anlass der Anfrage ist eine vorherige Auskunft vom 29. April 2026, wonach die Arbeitszahl (ein Effizienzmaßstab bei Wärmepumpen) der Anlage bei 2,06 liegt. Menzel bewertet diesen Wert als außerordentlich niedrig und leitet daraus Zweifel an der energetischen Effizienz und Wirtschaftlichkeit ab.
Menzel verweist auf die kommunale Verantwortung für sparsame und wirtschaftliche Verwendung öffentlicher Mittel. Er möchte daher wissen: Welche Kosten je erzeugter Kilowattstunde Wärme sind seit Inbetriebnahme tatsächlich angefallen? Die Berechnung soll alle Investitionskosten ohne Anrechnung von Fördermitteln sowie sämtliche bisherigen Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten einbeziehen.
Die Anfrage wurde am 25. Juni 2026 eingereicht und sollte in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 1. Juli 2026 zur Kenntnis genommen werden. Die Oberbürgermeisterin ist verpflichtet, die Frage schriftlich zu beantworten.
Jana Hoffmann, Lokalredaktion Brandenburg