Ein Arzt ist wegen Abrechnungsbetrugs und sexuellen Übergriffs rechtskräftig verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof wies am 30. September 2026 die Revision des Mannes gegen das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth ab.
Nach den Feststellungen des Landgerichts rechnete der Angeklagte zwischen November 2021 und November 2024 der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern mehr als 6.000 Behandlungsfälle ab, die er nie durchgeführt hatte. Der Schaden betrug über 1,4 Millionen Euro.
Zusätzlich zum Betrug vergriff sich der Mann im Frühjahr 2021 während eines Einsatzes als Bereitschaftsarzt überraschend an einer Patientin mit Erkältungssymptomen – er griff ihr an die Brust und schob diese zur Seite und nach oben.
Das Landgericht verurteilte ihn wegen Betrugs in 13 Fällen sowie wegen sexuellen Übergriffs in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses zu einer Gesamtfreiheitstrafe von sechs Jahren.
Der Bundesgerichtshof (BGH) ist das höchste deutsche Gericht für Zivil- und Strafsachen und sitzt in Karlsruhe. Seine Urteile und Beschlüsse sind für alle untergeordneten Gerichte in Deutschland bindend.
(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)
Quelle: Pressemitteilung BGH
(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.