Augustinermuseum: Kosten für 3. Bauabschnitt steigen um 16,56 Millionen Euro

Der Gemeinderat Freiburg befasst sich mit einer Kostenfortschreibung für die Sanierung des Augustinermuseums. Der 3. Bauabschnitt, der seit 2016 läuft, soll nun um 16,56 Millionen Euro teurer werden. Die bisherige Kostenplanung von 33,33 Millionen Euro wird damit auf 49,89 Millionen Euro erhöht.

Grund für die Mehrkosten sind unter anderem Pilzschäden, die 2017 und später entdeckt wurden. Im Sommer 2017 fand man den Echten Hausschwamm, später kamen weitere Pilzschäden hinzu. Diese führten zu einer kompletten Überarbeitung der Planung. Um künftig Pilzbefall zu verhindern, wird die Bauphysik zur führenden Disziplin. Ziel ist es, Feuchtigkeit aus dem Gebäude fernzuhalten.

Die neuen Planungen sind umfangreicher als ursprünglich vorgesehen. So wurde etwa in der geplanten Schatzkammer eine extreme Versalzung der Wände entdeckt, die zunächst entsalzt werden muss. Auch die Fassade erfordert mehr Arbeiten: Ein Wärmedämmputz soll aufgebracht werden, um Kondenswasser zu vermeiden.

Die Mehrkosten teilen sich wie folgt auf: 6,82 Millionen Euro für Gebäudebaukosten, 2,88 Millionen Euro für Gebäudetechnik und 6,86 Millionen Euro für weitere Positionen wie Nebenkosten, Gutachten und Preisindizierung aufgrund der Bauzeit-Verlängerung.

Nach dem aktualisierten Zeitplan wird das Museum nun erst 2023 fertiggestellt statt 2020. Der Gemeinderat soll die Mehrkosten genehmigen und zusätzlich jährlich 529.920 Euro für Abschreibungen und Sachaufwand ab 2023/2024 bereitstellen.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg