Baden-Württemberg: Deutliche Süd-Nord-Verteilung bei Bodenfeuchte – Schwere Dürre im Süden, normale Verhältnisse im Norden (28.05.2026)

Die aktuelle UFZ-Dürremonitoring-Karte zeigt eine ausgeprägte regionale Verteilung der Bodenfeuchteverhältnisse in Baden-Württemberg. Während der Norden und Nordwesten des Landes normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, zeigt der Süden und Südosten schwere Dürre im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Etwa ein Drittel der Landesfläche ist von Trockenheitsklassen betroffen.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Im Detail zeigt sich folgendes Bild: Der Regierungsbezirk Stuttgart und große Teile des Regierungsbezirks Tübingen sind von schwerer Dürre (rot) bis hin zu extremer Dürre (dunkelrot) geprägt. Besonders betroffen sind die Gebiete um Stuttgart, die Schwäbische Alb und das östliche Baden-Württemberg. Der Schwarzwald weist moderate Dürre (orange) auf, während die nördlichen Landesteile um Karlsruhe, Mannheim und Heidelberg normale bis leicht erhöhte Bodenfeuchtewerte zeigen.

Die aktuellen Wetterdaten bestätigen die angespannte Situation: In den vergangenen sieben Tagen fielen im Landesdurchschnitt lediglich 0,2 mm Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 22°C und Spitzenwerten bis 30,3°C. Auch für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag prognostiziert, die Höchsttemperaturen sollen bei knapp 30°C liegen. Da der UFZ-Dürremonitor den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe als 14-Tage-Mittel darstellt, reagiert er träge auf kurzfristige Wetteränderungen – die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen verstärkt daher die bereits angespannte Bodenfeuchtesituation weiter.

Die schwere Dürre in den südlichen Landesteilen erfordert erhöhte Aufmerksamkeit für die Landwirtschaft, insbesondere für Kulturen mit hohem Wasserbedarf. Auch die Waldbrandgefahr steigt in den betroffenen Gebieten. Wasserversorger sollten die Entwicklung genau beobachten. In den nördlichen Landesteilen mit normalen Bodenfeuchteverhältnissen ist die Lage hingegen entspannt. Der UFZ-Dürremonitor wird wöchentlich aktualisiert und zeigt die Bodenfeuchteverhältnisse als gleitenden 14-Tage-Durchschnitt.

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