Bayern: Schwere Dürre im Süden, moderate Trockenheit im Norden – Bodenfeuchte-Bericht 28.05.2026

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Bayern ein deutliches Nord-Süd-Gefälle bei der Bodenfeuchte. Während der Süden und Südosten des Freistaats überwiegend von schwerer Dürre betroffen sind, herrschen im nördlichen Bayern moderate Dürrebedingungen vor. Kleinere Bereiche im äußersten Norden weisen noch normale Bodenfeuchtewerte auf.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders der Alpenraum und das südöstliche Bayern zeigen großflächig rote Bereiche, die nach der UFZ-Klassifikation einer schweren Dürre entsprechen. Diese tritt statistisch etwa alle 20 Jahre auf. In Mittelbayern dominieren orange Flächen mit moderater Dürre, während sich die Lage nach Norden hin entspannt. Vereinzelt zeigen sich im Raum um Würzburg und in der Oberpfalz noch gelbe Bereiche mit ungewöhnlich trockenen Bedingungen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken das Bild der Dürrekarte: Mit 0 mm Niederschlag und Höchsttemperaturen von 30,1°C setzte sich die Trockenphase fort. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt und wöchentlich aktualisiert wird, spiegelt die anhaltende Niederschlagsarmut die träge Reaktion der tieferen Bodenschichten wider. Auch für die kommenden drei Tage ist kein Regen in Sicht.

Für die Landwirtschaft bedeuten die schweren Dürrebedingungen im Süden Bayerns eine deutliche Belastung der Kulturen, während in den nördlichen Regionen mit moderater Dürre verstärkte Bewässerung erforderlich wird. Die Forstwirtschaft muss besonders in den rot markierten Gebieten mit erhöhter Waldbrandgefahr rechnen. Wasserversorger sollten ihre Ressourcen im Blick behalten, da die tiefen Bodenschichten nur langsam auf künftige Niederschläge reagieren werden.

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