Der aktuelle UFZ-Duerremonitor zeigt fuer Bayern am 15. Juli 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 m Tiefe. Ueberwiegend dominieren die Klassen „schwere Duerre“ (rot) und „extreme Duerre“ (dunkelrot) grosse Teile des Freistaats. Insgesamt rund 70-75 Prozent der Flaeche zeigt erhoehte Trockenheit ab Klasse 3 aufwaerts. Gruene oder feuchte Verhaeltnisse sind deutlich untervertreten.

Regionale Differenzierung: Das suedliche und zentrale Bayern – besonders Oberbayern, Schwaben und weite Teile Mittelfrankens – zeigt ueberwiegend dunkelrote Flaechen, was „extreme Duerre“ nach UFZ-Definition entspricht (statistisch alle 30 Jahre). Der Norden, insbesondere Oberfranken und Teile Unterfrankens, verzeichnet eher orange bis rote Flaechen („moderate“ bis „schwere Duerre“). Nur lokal, etwa in Voralpenbereichen und wenigen Flecken in der Oberpfalz, treten orange-gelbliche oder gar hellgelbe Felder auf. Blau- oder Gruentoene, die normale bis feuchte Bodenbedingunnen andeuten, sind kaum sichtbar.
Wetterlage und Bodenfeuchte-Dynamik: Die aktuellen Wetterdaten verstaerken die Trockenheit. Die letzten sieben Tage brachten durchschnittlich nur 2,8 mm Niederschlag bei einer Temperatur von durchschnittlich 21,8 Grad Celsius und Spitzenwerten von 30,1 Grad. Diese Kombination aus Waermeschub und Niederschlagsdefizit begrenzt die Feuchtezufuhr. Die kommenden drei Tage erwartet der Wetterdienst nur 1,6 mm Niederschlag – eine weitere Entspannung ist nicht in Sicht. Wichtig zu verstehen: Der UFZ-Duerremonitor zeigt ein 14-taegiges Gleitendes Mittel des Gesamtbodens, der traege auf kurzfristige Aenderungen reagiert. Die aktuelle Trockenphase wirkt somit auch in diese historischen Daten hinein.
Bedeutung fuer Landwirtschaft und Wasserwirtschaft: Flaechen in „extremer Duerre“ deuten auf erhebliche Belastungen des Pflanzenwachstums hin, insbesondere fuer Kulturen mit flacheren Wurzelsystemen. Auch die Grundwasserneubildung ist in solchen Perioden eingeschraenkt. Der Wald zeigt in Duerre-Klasse 4 Stresszeichen. Wasserversorger sollten die Entwicklung beobachten, zumal eine rasche Erholung bei den erwarteten Niederschlagsmengen unwahrscheinlich ist.
Datenquelle: Diese Einschaetzung basiert auf dem UFZ-Duerremonitor des Helmholtz-Zentrums fuer Umweltforschung, das die Karten woechentlich aktualisiert.
Den aktuellen Wetterbericht fuer Bayern finden Sie hier.
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