Die aktuelle Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt für Bayern eine stark geteilte Situation: Während der Westen und Norden des Freistaats noch moderate Bodenfeuchte aufweisen, herrscht im Osten und Süden teilweise extreme Dürre. Besonders dramatisch ist die Lage in den südöstlichen und östlichen Regionen, wo großflächig dunkelrote Bereiche außergewöhnliche Trockenheit signalisieren.

Die schwersten Dürrebedingungen zeigt der UFZ Dürremonitor für die Gebiete östlich von München bis zur österreichischen Grenze sowie für Teile Oberfrankens und der Oberpfalz. Hier erreicht der Bodenfeuchtewert kritische Niedrigstände. Deutlich entspannter stellt sich die Situation im Westen Bayerns dar, wo von Unterfranken bis ins Allgäu noch gelbe bis orange Bereiche moderate bis mäßige Trockenheit anzeigen. Vereinzelt finden sich sogar noch hellere Zonen mit ausreichender Bodenfeuchte.
Die Wetterentwicklung der vergangenen Woche verstärkt die problematische Situation weiter: Mit nur 1,9 Millimeter Niederschlag in sieben Tagen blieb der so dringend benötigte Regen praktisch aus. Bei Höchsttemperaturen von über 21 Grad und trockenen, nebligen Bedingungen konnte sich die Bodenfeuchte nicht regenerieren. Die Wetterprognose verspricht auch für die kommenden drei Tage keine Entspannung – es werden null Millimeter Niederschlag erwartet bei Temperaturen bis knapp 19 Grad.
Für die bayerische Landwirtschaft bedeutet diese anhaltende Trockenheit massive Probleme: In den stark betroffenen Gebieten leiden bereits jetzt Winterkulturen und die Aussaat von Sommerkulturen wird erschwert. Die Wasserversorgung gerät in den roten Zonen unter Druck, da sich die Grundwasserstände nicht erholen können. Auch die Waldbrandgefahr steigt in den trockenen Regionen deutlich an. Besonders kritisch wird die Situation, sollte die Trockenheit bis in den Sommer anhalten.
Den aktuellen Wetterbericht für Bayern finden Sie hier.