Die Berliner Region befindet sich weiterhin im Griff einer extremen Dürre. Die aktuelle Karte des UFZ Dürremonitors zeigt für den 20. April 2026 eine besorgniserregende Situation: Große Teile Berlins und Brandenburgs sind von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen, erkennbar an den dominierenden roten und dunkelroten Flächen auf der Bodenfeuchtekarte.

Besonders kritisch ist die Lage in den südlichen und östlichen Bereichen der Region, wo der Soil Moisture Index (SMI) die niedrigsten Werte erreicht. Die dunkelroten Flächen signalisieren außergewöhnliche Dürre, während auch in Berlin selbst und den angrenzenden Gebieten überwiegend rote bis orange Töne eine schwere Bodentrockenheit anzeigen. Nur vereinzelte Bereiche im Nordwesten zeigen mit gelben Farbtönen noch moderate Bedingungen.
Paradoxerweise fielen in der vergangenen Woche mit durchschnittlich 41,7 Millimetern durchaus beachtliche Niederschläge bei milden Temperaturen um 11°C. Diese oberflächlichen Regenfälle konnten jedoch die tieferliegenden Bodenschichten nicht ausreichend durchfeuchten – ein typisches Phänomen bei länger andauernden Dürreperioden. Die kommenden drei Tage bringen mit 0 Millimeter Niederschlag und Höchsttemperaturen um 16°C keine Entspannung der Situation.
Für die Landwirtschaft in Brandenburg bedeutet die anhaltende Bodentrockenheit erhebliche Probleme bei der Frühjahrsaussaat und dem Pflanzenwachstum. Auch die Berliner Grünflächen und Stadtbäume leiden unter dem Wassermangel. Die Wasserversorgung steht vor Herausforderungen, da die Grundwasserneubildung durch die trockenen Böden stark beeinträchtigt ist. Besonders in den ländlichen Gebieten um Berlin könnten Brunnen und kleinere Gewässer weiter austrocknen.
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