In Essen-Stadtwald haben Betrüger eine 88-Jährige um Schmuck und Bargeld gebracht. Die Täter gaben sich am Telefon und später an der Haustür als Polizeibeamte aus.
Gegen 9 Uhr am Dienstagmorgen, 3. November, erhielt die Seniorin einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Der Anrufer behauptete, Polizist zu sein, und erzählte ihr, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei. Ihr Haus an der Ahornstraße könne das nächste Ziel sein. Er forderte sie auf, ihr gesamtes Geld und ihre Wertsachen der Polizei zu übergeben, um diese in Sicherheit zu bringen.
Die 88-Jährige fuhr daraufhin zu ihrer Bank und leerte ihr Schließfach. Gegen 12 Uhr klingelte ein unbekannter Mann bei ihr und gab an, die Wertsachen abholen zu wollen. Sie ließ ihn ins Haus. Bargeld und Schmuck in insgesamt sechsstelligem Wert hatte sie bereits auf einem Tisch bereitgestellt. Als sie kurz den Raum verließ, nahm der Mann die Gegenstände und das Geld und floh.
Der Verdächtige wird beschrieben als etwa 25 bis 30 Jahre alt, zirka 1,75 Meter groß und von schmaler Statur. Er war schwarz gekleidet, trug eine schwarze Kappe und Handschuhe. Er hat dunkle Haare und braune Augen und sprach akzentfrei Deutsch.
So schützen Sie sich vor dieser Masche
Die Polizei warnt vor dieser verbreiteten Betrugsmasche: Kriminelle geben sich am Telefon oder an der Haustür als Polizeibeamte aus und erzählen erfundene Geschichten von Einbrüchen in der Nachbarschaft oder unsicheren Bankguthaben. Die Geschichten variieren, doch das Ziel ist immer gleich: Die Betrogenen sollen ihre Ersparnisse aushändigen.
Die Polizei warnt daher: Seien Sie misstrauisch bei Anrufen von unbekannten Nummern und fremden Personen an der Haustür. Die echte Polizei nimmt niemals Geld oder Wertsachen in Verwahrung. Haben Sie Verdacht auf Betrug, melden Sie sich sofort bei der Polizei.
Zeugen, die Hinweise auf den Verdächtigen geben können, werden gebeten, die Polizei Essen zu kontaktieren: Telefon 0201/829-0 oder E-Mail hinweise.essen@polizei.nrw.de
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Nordrhein-Westfalen um 4,6 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 170.651 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 59,1 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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