BKA startet Kampagne für sechs vermisste Kinder und Jugendliche

Das Bundeskriminalamt startet anlässlich des internationalen Tags der vermissten Kinder eine bundesweite Kampagne unter dem Titel „Spurlos Verschwunden“. Sie soll die Aufmerksamkeit für ungeklärte Vermisstenfälle erhöhen und neue Hinweise aus der Bevölkerung gewinnen.

Im Mittelpunkt stehen derzeit sechs Kinder und Jugendliche, die zwischen 1985 und 2021 in Deutschland verschwanden: Sven Hollstein, Sandra Wißmann, Katrin Konert, Inga Gehricke sowie Frieda und Alfons Schulz. Sie wurden zuletzt bei alltäglichen Situationen gesehen – auf dem Nachhauseweg, beim Einkaufen oder auf einem Ausflug. Ihre Fälle stehen exemplarisch für viele weitere ungeklärte Vermisstenfälle in Deutschland.

Jedes Jahr werden in Deutschland zehntausende Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet. Allein 2025 registrierte die Polizei rund 108.900 Vermisstenfälle. Die große Mehrheit kehrt nach kurzer Zeit wohlbehalten in ihr soziales Umfeld zurück. Einige Fälle bleiben jedoch über Jahre hinweg ungeklärt – Familien leben weiter in Ungewissheit.

Das BKA ruft die Bevölkerung dazu auf, die Kampagne aktiv zu unterstützen. Oft entscheidet eine einzige, bisher unbedeutend erscheinende Beobachtung über den Erfolg einer Fahndung. Weiterführende Informationen zu den Vermisstenfällen sowie Möglichkeiten zur Hinweisabgabe finden sich unter www.bka.de/spurlosverschwunden.

Jede und jeder kann einen wichtigen Beitrag leisten: Teilen Sie die Kampagne „Spurlos Verschwunden“ in den sozialen Netzwerken und helfen Sie dabei, die Aufmerksamkeit für die vermissten Kinder und Jugendlichen zu erhöhen.

Quelle: Pressemitteilung des Bundeskriminalamts vom 25. Mai 2026. Original beim Bundeskriminalamt.

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