Heute am Samstag ist Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 12. und 18. Oktober 2026 beschäftigten niedersächsische Sicherheitsbehörden ein bewaffneter Raub in Oldenburg, eine große Drogenrazzia in Lüneburg und mehrere spektakuläre Festnahmen an der deutsch-niederländischen Grenze. Daneben forderte ein schwerer Verkehrsunfall im Landkreis Rotenburg mindestens einen lebensgefährlich verletzten Menschen.
Den schwersten Personenschaden der Woche verzeichnete ein Unfall in Ahausen am Montagabend, 12. Oktober 2026. Eine 21-jährige Fahrerin wich auf einer Landstraße kreuzendem Rehwild aus, kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Die Fahrerin und ihre 21-jährige Mitfahrerin erlitten schwere Verletzungen. Ein 20-jähriger Mitfahrer wurde lebensgefährlich verletzt. Alle drei wurden in Krankenhäuser gebracht; die Polizei ermittelt noch zum genauen Unfallablauf. Mehr dazu
In der Nacht zum Mittwoch drangen Unbekannte in eine Tierarztpraxis im Braunschweiger Östlichen Ringgebiet ein, durchsuchten Behandlungs- und Aufenthaltsräume und stahlen zwei Tresore mit Bargeld und Medikamenten. Eines der entwendeten Präparate dient in der Veterinärmedizin unter anderem zur Ruhigstellung von Tieren; für Menschen kann der Stoff bei missbräuchlicher Einnahme sogar tödlich wirken. Die Kriminalpolizei Braunschweig nimmt Hinweise unter 0531 476-3032 entgegen. Mehr dazu
Am Mittwochabend, 14. Oktober 2026, ereignete sich auf dem Parkplatz eines Gartencenters im Oldeweg in Oldenburg gegen 22.40 Uhr ein Raub. Ein unbekannter Mann bedrohte einen 21-Jährigen aus Wiefelstede und einen 19-jährigen Oldenburger, die in einem Pkw saßen, mit einem Messer und einem Schlagstock. Mit dem Schlagstock beschädigte er das Fahrzeug des 21-Jährigen und entriss ihm sein Mobiltelefon. Anschließend flüchtete der Täter – der zuvor mit einer Frau in einem schwarzen Audi auf demselben Parkplatz gestanden hatte – in unbekannte Richtung. Er ist weiterhin flüchtig. Mehr dazu
Ebenfalls am Mittwoch, 14. Oktober 2026, erschlich sich ein Täter in mehreren Apotheken in Diepholz und Wagenfeld mit gefälschten Rezepten hochwertige Krebsmedikamente. Er bestellte die Präparate ein bis zwei Tage im Voraus telefonisch vor und reichte bei der Abholung die Fälschungen ein. In einigen Apotheken fiel der Betrug rechtzeitig auf; in anderen Fällen erhielt der Täter die Medikamente. Der Gesamtschaden beläuft sich auf über 13.000 Euro. Hinweise nimmt die Polizei Diepholz unter 05441-9710 entgegen. Mehr dazu
Am Dienstag, 13. Oktober 2026, durchsuchte die Polizei Lüneburg zwei Wohnungen eines 25-Jährigen auf Grundlage eines richterlichen Beschlusses des Amtsgerichts Lüneburg. Auslöser waren Hinweise auf regelmäßigen Drogenverkauf im Bereich des Thorner Platzes – auch an Schülerinnen und Schüler – hatten die Ermittlungen in Gang gesetzt. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten etwa 2,5 Kilogramm Marihuana sicher. Daneben beschlagnahmten sie eine Schreckschusswaffe sowie Hieb- und Stoßwaffen. Der 25-Jährige wurde erkennungsdienstlich behandelt; Fingerabdrücke und Fotos wurden gemacht. Die Polizei ermittelt noch, wer die Drogen von dem Mann gekauft hat. Mehr dazu
Ebenfalls am 13. Oktober 2026 wurde in Wildeshausen ein 49-jähriger Rechtsanwalt festgenommen. Das Amtsgericht Oldenburg hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg Haftbefehl erlassen. Dem Mann werden gewerbsmäßiger Betrug und gewerbsmäßige Untreue vorgeworfen; der Schaden wird auf über eine Million Euro geschätzt. Er soll mit gefälschten Vollmachten Zahlungen an sich gezogen und das Geld für persönliche Zwecke verwendet haben. Noch am selben Tag ordnete die zuständige Haftrichterin Untersuchungshaft an. Mehr dazu
An der deutsch-niederländischen Grenze bei Nordhorn vollzog die Bundespolizei in der Nacht zum Mittwoch, gegen 1.15 Uhr, auf dem Rastplatz Bentheimer Wald an der Autobahn 30 die Festnahme einer 42-jährigen Polin in einem internationalen Reisebus. Gegen sie lag ein Haftbefehl wegen Gefährdung des Straßenverkehrs vor; als Ersatzfreiheitsstrafe drohte ihr mehr als ein Monat Gefängnis. Die Festgenommene konnte durch Zahlung einer Geldstrafe von 2.800 Euro einen Gefängnisaufenthalt abwenden. Mehr dazu
Am Donnerstag, 15. Oktober 2026, hielt die Bundespolizei an derselben Kontrollstelle gegen 16.10 Uhr einen 28-jährigen Niederländer auf einem Motorrad an. Auch gegen ihn bestand ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Osnabrück – wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis drohte ihm eine Ersatzfreiheitsstrafe von einem Monat. Er konnte der Inhaftierung durch Zahlung von 1.200 Euro Geldstrafe zuzüglich rund 100 Euro Verfahrenskosten entkommen. Mehr dazu
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag nahm die Bundespolizei auf dem Rastplatz Bentheimer Wald einen 48-jährigen Mann fest, gegen den ein europäischer Haftbefehl zur Auslieferung an die Slowakei vorlag. Er war über die Autobahn 30 aus den Niederlanden eingereist; kurz nach Mitternacht stoppten Beamte seinen Wagen bei der Grenzkontrolle. Ihm werden in seiner Heimat zwei Betrugsfälle vorgeworfen. Am Freitagvormittag wurde er einem Richter vorgeführt. Mehr dazu
In Landwehrhagen im Landkreis Göttingen nahm die Polizei am Donnerstagnachmittag zwei mutmaßliche Bankbetrüger fest. Ein 24-Jähriger wurde kurz nach dem Betreten einer Bank gestellt, nachdem er offenbar mit einer gestohlenen Bankkarte Geld abheben wollte. Sein 51-jähriger Komplize, der draußen in einem Skoda Fabia wartete, bemerkte die Polizei und flüchtete in Richtung Hann. Münden. Auf seiner Flucht überholte er auf der Bundesstraße 496 mehrfach in Kurvenbereichen mit deutlich überhöhten Geschwindigkeiten. Im Bereich einer Kehre prallte sein Auto gegen einen unbeteiligten Pkw; der Fahrer dieses Wagens erlitt leichte Verletzungen. Der 51-Jährige wurde später festgenommen. Mehr dazu
Wegen Brandstiftung an vier Sattelzügen sitzt ein 57-jähriger Kraftfahrer aus Hessen in Untersuchungshaft. Die Feuer waren bereits am Dienstagabend, 29. September 2026, gegen 22.00 Uhr auf dem Autobahnparkplatz Binnenmoor an der A 27 zwischen den Anschlussstellen Hagen und Uthlede ausgebrochen. Die schlafenden Fahrer wurden rechtzeitig durch Zeugen geweckt; niemand wurde verletzt. Der Gesamtschaden beträgt rund 80.000 Euro. Das Amtsgericht Stade erließ Anfang Oktober Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung. Der Verdächtige hatte sich selbst als Meldender vor Ort befunden. Mehr dazu
Am Freitag, 16. Oktober 2026, brachen unbekannte Täter zwischen 18.50 Uhr und 20.05 Uhr in ein Einfamilienhaus an der Dechant-Schulte-Straße in Papenburg ein. Sie stahlen mehrere Gegenstände und verließen den Tatort in unbekannte Richtung; der Gesamtschaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Zeugen werden gebeten, sich unter 04961/9260 zu melden. Mehr dazu
Am Freitagabend, 16. Oktober 2026, führte die Polizeiinspektion Diepholz in Stuhr-Brinkum an der Bundesstraße 6 eine Großkontrolle zur Fahrtüchtigkeit durch – im Hintergrund stand der parallel laufende Bremer Freimarkt. Rund 65 Kräfte von Polizei, Hauptzollamt, Landkreisen und Staatsanwaltschaft überprüften trotz anhaltenden Regens zahlreiche Fahrzeuge; sechs Fahrer standen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss und durften nicht weiterfahren. Mehr dazu
Am 15. Oktober 2026 kamen in Osnabrück auf einer Fachkonferenz Vertreter der Polizeien Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zusammen mit dem Bundeskriminalamt, dem Zollkriminalamt sowie Behörden der Niederlande und der Schweiz zusammen, um gemeinsame Strategien gegen Sprengstoffdelikte zu beraten. Gastgeber war die Polizeidirektion Osnabrück im Rahmen des EU-Projekts ISF LUMEN Expanded. Die Sprengstoffkriminalität nimmt zu: Organisierte Banden setzen zunehmend auf Explosivstoffe und werden brutaler. Hinzu kommt ein neues Phänomen, bei dem über digitale Plattformen Minderjährige zur Ausführung von Gewalttaten und Sprengstoffanschlägen angeworben werden. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In der Woche vom 12. bis 18. Oktober 2026 ist ein Messer-Vorfall aktenkundig: Beim Raub auf dem Parkplatz eines Oldenburger Gartencenters am Mittwochabend, 14. Oktober 2026, bedrohte ein unbekannter Täter zwei junge Männer mit einem Messer und einem Schlagstock und entriss einem von ihnen das Mobiltelefon. Der Täter ist weiterhin flüchtig. Mehr dazu
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Festnahmen an der deutsch-niederländischen Grenze: Innerhalb weniger Tage schnappten Bundespolizisten dort drei per Haftbefehl gesuchte Personen – darunter einen international per europäischem Haftbefehl gesuchten Mann – sowie Personen mit offenen Ersatzfreiheitsstrafen. Die wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen erweisen sich damit als wirksames Fahndungsmittel.
Einen positiven Abschluss liefert die Drogenrazzia in Lüneburg: Die Ermittlungen, die durch Hinweise auf Drogenverkauf auch an Minderjährige in Gang gesetzt worden waren, führten zur Sicherstellung von 2,5 Kilogramm Marihuana sowie mehrerer Waffen. Dass die Polizei jetzt noch ermittelt, wer die Drogen bezogen hat, lässt weitere Ermittlungserfolge erwarten. Mehr dazu
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Raubdelikte in Niedersachsen um 2,0 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 3.763 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 68,7 Prozent, bundesweit 62,4 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.