Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Bayern zum Stichtag 6. August 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Der Süden und die Mitte Bayerns werden von schwerer Dürre (rote Klasse, statistisch alle 20 Jahre) geprägt, während der äußerste Norden und vereinzelte Bereiche der Alpen sowie lokale Flecken im Osten noch orange (moderate Dürre) oder hellgelb (ungewöhnlich trocken) aufweisen. Ausgedehnte Bereiche südlich und östlich des Mains sowie das südliche Flachland zeigen dunkelrot (extreme Dürre, alle 30 Jahre) – ein Drittel bis die Hälfte des Bundeslandes ist davon betroffen. Die Karte ist ein 14-Tage-gleitendes Mittel und wird wöchentlich vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung aktualisiert.

Norden leicht erleichtert, Süden unter Druck
Der Norden Bayerns (Oberfranken, Oberpfalz) zeigt mit orange bis hellgelb noch die mildesten Ausprägungen. Die Schweinfurt-Coburg-Region weist flächig orange auf. Im Gegensatz dazu steht der Süden und die Zentralregion: Das südliche Bayern von Augsburg über Ingolstadt bis München und darüber hinaus wird von schwerer bis extremer Dürre gekennzeichnet. Die Alpenregion enthält rote und dunkelrote Flecken, besonders das Berchtesgadener Land und Teile Oberbayerns sind betroffen. Der Osten (Niederbayern, Oberpfalz südlich) zeigt ebenfalls rote bis dunkelrote Klassifizierung.
Regendefizit verschärft Gesamtbodensituation
In den letzten sieben Tagen fiel mit durchschnittlich 31,5 Millimetern Niederschlag eine leicht überdurchschnittliche Menge für August – jedoch konzentrierten sich diese Niederschläge zeitlich und räumlich ungleich. Der Oberboden hat sich kurzfristig geringfügig erholt, doch der Gesamtboden (bis 1,80 m Tiefe) reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die kommenden drei Tage verschärfen die Situation: Es wird kein Regen erwartet, die Höchsttemperatur soll 33,3 Grad Celsius erreichen und damit zusätzliche Verdunstung fördern. Die trockene Wetterlage hält an.
Landwirtschaft und Grundwasser unter Belastung
Die schwere bis extreme Dürre in großen Teilen Bayerns wirkt sich auf Vegetation, Ackerbau und Grundwasserneubildung aus. In roten und dunkelroten Zonen sind Ertragsausfälle bei Sommergetreide und Feldfrüchten zu erwarten; der Viehwirtschaft wird die Futterversorgung und Trinkwasserbereitstellung erschwert. Die Grundwasserneubildung bleibt in den trockensten Regionen weiterhin deutlich unter dem saisonalen Mittel, was mittelfristig die Wasserspeicher auffüllt. Die moderate bis schwere Lage erfordert fortgesetzte Beobachtung und in Extremfällen wasserwirtschaftliche Vorsichtsmaßnahmen.
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