Bodenfeuchte Bayern: Schwere Dürre dominiert großflächig

Die aktuelle Karte des UFZ-Düremonitors zeigt für Bayern zum 9. August 2026 eine großflächig angespannte Bodenfeuchte-Situation im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Schwere Dürre (rote Klasse) dominiert das Bundesland flächenmäßig. Dunkle Rotfärbung, die extreme Dürre anzeigt, ist im südlichen und östlichen Bayern verbreitet. Gelbtöne, die auf ungewöhnliche oder moderate Trockenheit deuten, erscheinen kleinflächig im Norden und Nordwesten.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Süden und Osten unter extremer Dürre

Der Süden Bayerns, insbesondere Oberbayern, Schwaben und Niederbayern, zeigt überwiegend dunkelrote Färbung – dies entspricht der Klasse extreme Dürre, die statistisch alle 30 Jahre auftritt. Der Osten und Südosten sind ähnlich betroffen. In der Oberpfalz und im südlichen Franken dominiert rote Färbung (schwere Dürre, Klasse alle 20 Jahre). Der Norden und Nordwesten zeigen demgegenüber orange bis hellgelbe Bereiche, was auf moderate bis ungewöhnliche Trockenheit hindeutet – eine deutlich mildere, aber weiterhin angespannte Situation. Kleine Inseln mit gelber Färbung deuten auf Bereiche hin, wo die Trockenheit etwas weniger ausgeprägt ist.

Minimale Niederschläge bei hohen Temperaturen

Die Wetterdaten der letzten sieben Tage zeigen für ganz Bayern 31,2 Millimeter Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 24,1 Grad Celsius und Spitzenwerten von 34,9 Grad. Dabei handelt es sich um ein 14-Tage-Mittel der Karte – kurzfristige Regenfälle wirken sich nur verzögert aus. Der Oberboden kann sich durch Regen schneller erholen, der Gesamtboden reagiert träge. Für die kommenden drei Tage sind weitere Niederschläge nicht zu erwarten bei Höchsttemperaturen von etwa 31,8 Grad. Diese Kombination aus Niederschlagsdefizit und Hitze verschärft die bereits schwere Situation im Gesamtboden.

Konsequenzen für Landwirtschaft und Wasserressourcen

Extreme und schwere Dürre in dieser räumlichen Ausprägung beeinträchtigen die Wasserverfügbarkeit in der Landwirtschaft erheblich. Bewässerung wird in südlichen und östlichen Regionen zunehmend notwendig. Grundwasserpegel reagieren auf solch tiefgreifende Feuchtedefizite langsam und mit zeitlicher Verzögerung – die bisherige Trockenheit wird noch Wochen bis Monate nachwirken. Waldbestände sind unter diesen Bedingungen zusätzlich anfällig für Schädlinge und Waldbrände. Die weitere Entwicklung hängt stark von Niederschlägen in den kommenden zwei Wochen ab.

Datenquelle: UFZ-Düremonitor (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung). Die Karte wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-Mittel des Bodenfeuchte-Index (SMI) für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe.

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