Die aktuelle UFZ-Dürrekarte vom 9. August 2026 zeigt für Berlin und Brandenburg überwiegend moderate bis deutliche Trockenheit. Der Dühremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung dokumentiert als 14-Tage-Gleitendes Mittel die Bodenfeuchte in 1,80 m Tiefe. Orange (moderate Dürre) dominiert große Teile des Landes, während Rot (schwere Dürre) in mehreren Flächenstreifen auftritt. Nur im Nordwesten und stellenweise im Südwesten zeigen sich Gelbtöne, die auf weniger kritische Bedingungen hindeuten.

Süden und Mitte am stärksten betroffen
Die Karte offenbart eine klare regionale Verteilung: Der südliche und mittlere Bereich Brandenburgs zeigt überwiegend rote Färbung, was schwere Dürre nach UFZ-Definition anzeigt – ein Trockenheitsereignis statistisch alle 20 Jahre. Besonders die Regionen um Berlin-Mitte bis zum südlichen Umland sind betroffen. Der östliche Landesteil präsentiert ein gemischtes Bild aus Orange und Rot. Der Nordwesten, einschließlich Teilen der Altmark, bleibt etwas weniger intensiv geprägt und zeigt stellenweise Gelbtöne (ungewöhnlich trocken). Dunkelrote Flecken (extreme Dürre) sind punktuell zu sehen, erreichen aber nicht die flächenhafte Dominanz.
Aktuelles Wetter verschärft die träge Bodenreaktion
Die letzten sieben Tage brachten Berlin durchschnittlich nur 7,7 mm Niederschlag – deutlich unter dem klimatologischen Normalwert. Bei einer Durchschnittstemperatur von 21,5 °C und Spitzenwerten von 31,9 °C ist die Verdunstung erheblich. Die nächsten drei Tage bringen keine Niederschlagserleichterung: Null Millimeter Regen wird erwartet, bei Höchsttemperaturen um 28,9 °C. Entscheidend ist: Die UFZ-Karte bildet ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens ab – dieser reagiert träge auf kurzfristige Schwankungen. Die aktuelle Trockenphase wird die Werte bei der nächsten Wochenaktualisierung eher verschärfen als entspannen.
Landwirtschaft und Grundwasserneubildung unter Druck
Moderate bis schwere Dürre nach UFZ-Klassifizierung beeinflusst die Vegetation merklich. Wintergetreide und Sommerung sind in ihrer Reifeperiode auf ausreichende Bodenfeuchte angewiesen; bei Rot-Klassen sinkt der Ertragsspielraum deutlich. Die Grundwasserneubildung stagniert – langfristige Entspannung der Wasservorräte ist bei fortdauernder Trockenheit nicht absehbar. Forstbetriebe sollten Waldbrandgefahr im Auge behalten; bei Rot-Klassen steigt das Risiko messbar. Eine Beobachtung der wöchentlichen UFZ-Updates wird empfohlen, um Trendwechsel zeitig zu erfassen.
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