Bodenfeuchte Bayern: Schwere Dürre im Süden und in der Mitte

Der aktuelle UFZ-Duerremonitor zeigt fuer Bayern zum 3. August 2026 eine differenzierte Bodenfeuchte-Situation. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe ist in großen Teilen Süd- und Mittelbayerns von schwerer Dürre betroffen, während der Norden und Nordwesten gemäßigtere bis moderat trockene Verhaeltnisse aufweisen. Die Karte stellt ein 14-Tages-Mittel dar und wird woechentlich vom Helmholtz-Zentrum fuer Umweltforschung aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Südbayern und Franken am stärksten betroffen

Die Klasse „schwere Dürre“ (rot) dominiert flächig Südbayern, Oberbayern, Schwaben und große Teile Frankens. Der südliche Landesteil zeigt flächige dunkelrote Flecken, was auf extreme Dürre (alle 30 Jahre) hindeutet. Der Norden Bayerns und das Alpenvorland weisen überwiegend orange Färbung auf und sind damit moderat trocken einzustufen. Einzelne Bereiche im äußersten Norden und vereinzelte Flecken im Osten zeigen hellgelbe Tönung, die auf ungewöhnliche Trockenheit (alle 5 Jahre) hindeutet. Feuchtere Verhältnisse mit Blau- oder Grüntönen sind auf dieser Karte nicht erkennbar.

Niederschlag der vergangenen Woche verstärkt das Trockenheitsproblem

Die letzte Woche brachte Bayern nur 6,7 Millimeter Niederschlag im Durchschnitt – deutlich unter dem klimatologischen Normal. Bei durchschnittlichen Temperaturen von 25,2 Grad Celsius und Spitzenwerten bis 36,5 Grad Celsius erfolgte eine starke Verdunstung. Der Gesamtboden reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge; die aktuelle Karte bildet daher primär die Trockenheit der vergangenen zwei Wochen ab. Der Oberboden kann sich kurzfristig erholt haben, der Tiefenbereich bis 1,80 Meter bleibt aber angespannt. Für die kommenden drei Tage werden keine Niederschläge erwartet, die Höchsttemperaturen liegen bei 33,7 Grad Celsius – die Austrocknung wird sich fortsetzen.

Folgen für Landwirtschaft, Wald und Wasserspeicher

Die deutliche Trockenheit in Süd- und Mittelbayern verschärft die Situation für die Landwirtschaft. Nutzpflanzen mit flachen Wurzelsystemen können auf schwere Dürre in dieser Intensität bereits mit Wachstumsverzögerungen reagieren. Tiefwurzler wie Bäume leiden ebenfalls unter dem reduzierten Wasserspeicher in 1,80 Meter Tiefe. Für die öffentliche Wasserversorgung stellt moderate bis schwere Dürre im Gesamtboden ein Risiko dar, da Grundwasserneubildung verringert ist. Regionen mit extremer Dürre (dunkelrot) benötigen aufmerksame Beobachtung; dort können lokale Einschränkungen notwendig werden, falls die Trockenheit anhält.

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