Bodenfeuchte Berlin: Orange und Rot dominieren im Süden

[Teilweise zu trocken]

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt für Berlin zum 3. August 2026 ein differenziertes Bild: Der Südwesten und die Mittelbereiche des Landes sind von orange (moderate Duerre) bis rot (schwere Duerre) gefärbt, während der Nordwesten und Westen in hellgelb (ungewöhnlich trocken) dargestellt sind. Die Karte bildet ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Bodenfeuchte-Index (SMI) bis 1,80 Meter Tiefe ab und wird vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung wöchentlich aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Süden und Mitte zeigen moderate bis schwere Trockenheit

Die räumliche Verteilung offenbart eine Konzentration trockenerer Bedingungen in den zentralen und südöstlichen Landesteilen. Hier dominiert das Orange der moderaten Duerre-Klasse, mit einzelnen roten Flecken (schwere Duerre) die deutlich stärkere Bodenfeuchte-Defizite anzeigen. Der Nordwesten und Westen Berlins sind dagegen weniger betroffen und liegen in der hellgelben Klasse. Diese räumliche Musterung folgt typischen meteorologischen Gradienten und spiegelt unterschiedliche Niederschlagsverteilungen der vergangenen zwei Wochen wider.

Regen der letzten Woche bleibt begrenzt

Die letzten sieben Tage brachten Berlin im Durchschnitt 16,7 mm Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 22,3 °C und Spitzenwerten bis 36,7 °C. Diese Regenmengen reichen nicht aus, um die Bodenfeuchte-Defizite in tieferen Schichten (bis 1,80 m) signifikant zu entspannen — der Gesamtboden reagiert träge auf kurzfristige Niederschlagsereignisse. Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag prognostiziert, während die Temperaturen bei etwa 30,8 °C verbleiben. Diese Wetterkonstellation wird die Trocknungsprozesse eher beschleunigen als bremsen.

Landwirtschaft und Grundwasser unter Beobachtung

Die moderate und schwere Duerre in den südlichen und mittleren Bereichen hat Auswirkungen auf Feldfrüchte und Wiesenbewässerung. Der orange bis rote Index signalisiert, dass Pflanzenbestände unter Wasserstress arbeiten und zusätzliche Bewässerung erforderlich sein kann. Auch die Grundwasserneubildung wird durch die anhaltende Trockenheit in der Bilanz beeinträchtigt. Der weniger betroffene Nordwesten zeigt zwar hellgelbe Werte, bewegt sich aber ebenfalls oberhalb des Normalen. Eine kontinuierliche Überwachung durch die Wasserwirtschaft ist angezeigt, um Versorgungsengpässe frühzeitig zu erkennen.

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