Bodenfeuchte Bayern: Schwere Trockenheit im Süden und Osten

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt für Bayern zum 24. Juli 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte: Der Süden und Osten des Bundeslandes sind von schwerer Dürre betroffen, während der Norden und Nordwesten weniger belastet sind. Insgesamt dominieren die Klassen „moderate Dürre“ (orange) und „schwere Dürre“ (rot) die Karte, mit erheblichen Anteilen dunkelroter Flächen im Süden.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Südbayern und Oberfranken am stärksten betroffen

Die dunkelrot eingefärbten Regionen — die Klasse „extreme Dürre“ — konzentrieren sich auf Oberfranken, große Teile Mittelfranken und das südliche Bayern bis zur Alpenregion. Diese Gebiete weisen Bodenfeuchten auf, wie sie statistisch alle 30 Jahre zu erwarten sind. Rot eingefärbte Flächen (schwere Dürre) bedecken Oberpfalz, mittelfränkische Bereiche und das Alpenvorland. Der Norden und Nordwesten Bayerns zeigen hingegen überwiegend orange Färbung (moderate Dürre) mit kleineren Inseln normaler Bodenfeuchte. Im äußersten Westen und vereinzelt im nördlichen Unterfranken sind geringfügig bessere Bedingungen zu erkennen.

Minimal Niederschlag bei hohen Temperaturen

Die passive Wetterlage verschärft die Situation im Gesamtboden zusätzlich: In den vergangenen sieben Tagen fiel durchschnittlich nur 4,6 mm Niederschlag, während Höchsttemperaturen von 31,7 °C die Verdunstung verstärkt haben. Der UFZ-Duerremonitor bildet ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Bodens bis 1,80 m Tiefe ab — dieser reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge. Die Prognose bietet keine Entspannung: Die kommenden drei Tage bringen voraussichtlich nur 0,4 mm Niederschlag bei Höchsttemperaturen um 29,9 °C.

Auswirkungen auf Landwirtschaft und Wasserressourcen

Extreme und schwere Dürre-Klassen deuten auf erhebliche Wasserstressbelastungen in betroffenen Regionen hin. In der Landwirtschaft können Ackerböden, besonders in den dunkelrot markierten Süd- und Ostraum, bei dieser Bodenfeuchte Ernte- und Wachstumseinbußen aufweisen. Waldbestände, insbesondere in Mittelfranken und Oberbayern, können anfälliger für Borkenkäferbefall und Bruchschäden bei Trockenheit werden. Für die öffentliche Wasserversorgung erfordern diese Niveaus in den betroffenen Landkreisen aufmerksame Überwachung. Der nächste UFZ-Wochenreport folgt in sieben Tagen.

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