Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt fuer Berlin zum Stichtag 24. Juli 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte in 1,80 m Tiefe. Der Gesamtboden wird ueberwiegend durch orange und rote Flaechen gepraegt — dies entspricht der Klasse „moderate Duerre“ beziehungsweise „schwere Duerre“. Waehrend groessere Teile des Landes in der orange markierten Zone liegen, treten rote Areale vor allem im zentralen und suedoestlichen Bereich auf. Hellgelbe Bereiche („ungewoehnlich trocken“) sind ebenfalls vorhanden, besonders im Westen.

Süd- und Mittelbereiche unter moderater bis schwerer Trockenheit
Die Osthälfte Berlins zeigt überwiegend orange bis rote Färbung, was auf moderate bis schwere Bodentrocknis hindeutet. Im Zentralraum und südöstlich der Stadt dominiert die Klasse „schwere Duerre“ (rot), die statistisch etwa alle 20 Jahre auftritt. Der Westen bleibt demgegenüber milder: hellgelbe und hellere orange-Töne deuten hier auf „ungewoehnlich trocken“ bis „moderat trocken“ hin. Eine flächenhaft grüne oder blaue Zone, die auf normale oder feuchte Bedingungen hindeute, ist auf der Karte nicht erkennbar.
Geringe Niederschläge bremsen Bodenfeuchte-Erholung
In den vergangenen sieben Tagen sind in Berlin im Durchschnitt 8,8 Millimeter Niederschlag gefallen — ein niedriger Wert, der deutlich unter dem monatlichen Bedarf liegt. Die Höchsttemperatur der letzten Woche erreichte 29,5 Grad Celsius bei durchschnittlich 16,8 Grad. Diese Witterung verstärkt die Verdunstung, während der Gesamtboden (wie auf der UFZ-Karte abgebildet) träge auf kurzfristige Regenfälle reagiert — das 14-Tage-Gleitende Mittel spiegelt daher auch noch die Trockenperiode davor wider. Für die nächsten drei Tage werden lediglich 5,5 Millimeter Niederschlag erwartet; eine Erholung der tieferen Bodenschichten bleibt damit kurzfristig unwahrscheinlich.
Bedeutung für Landwirtschaft und Wasserhaushalt
Die Klassifizierung von orange bis rot im Gesamtboden weist darauf hin, dass die Bodenfeuchte in der Tiefe unter Druck steht. Fuer die Landwirtschaft bedeutet dies eine spürbar eingeschränkte Wasserverfügbarkeit für tiefwurzelnde Kulturen. Der Grundwasserspiegel reagiert auf solche Perioden verzögert; längerfristig können sich moderate bis schwere Dürrephasen auf Brunnen und Quellen auswirken. Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert und bietet damit eine kontinuierliche Überwachung der Bodenfeuchte-Entwicklung.
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