Bodenfeuchte Bayern: Schwere Trockenheit im Süden und Osten

Der UFZ-Duerremonitor zeigt für Bayern zum 29. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Während der Norden und Westen des Bundeslandes überwiegend orange (moderate Dürre) aufweisen, dominiert im Süden und in großen Teilen der Mitte rote Färbung (schwere Dürre). Kleinere Flächen im äußersten Norden und Westen verzeichnen hellgelbe Bereiche (ungewöhnlich trocken). Der Süd- und Südosten zeigen großflächig dunkelrote Färbung (extreme Dürre). Die Karte bildet ein 14-Tage-Mittel des Bodenfeuchte-Index für die Gesamtbodenfeuchte bis 1,80 Meter Tiefe ab und wird wöchentlich aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Süd- und Südostbayern mit extremer Trockenheit

Die dunkelrote Färbung dominiert großflächig in Schwaben, dem südlichen Oberbayern und Niederbayern bis nach Ostbayern. Diese Bereiche fallen in die Klasse der extremen Dürre – ein Ereignis, das statistisch etwa alle 30 Jahre auftritt. Im mittleren Franken und der südlichen Pfalz herrscht schwere Dürre (rot), während der Nordwesten mit oranger Färbung moderat trockene Bedingungen aufweist. Vereinzelt finden sich in Nordbayern und an den Alpenrändern hellgelbe Flecken, die auf ungewöhnliche Trockenheit hindeuten.

Nur 4,1 mm Regen in sieben Tagen

Die aktuelle Wetterlage verschärft die Situation. In den vergangenen sieben Tagen fielen im bayernweiten Durchschnitt lediglich 4,1 Millimeter Regen bei Temperaturen von durchschnittlich 22 Grad Celsius und Spitzenwerten bis 36 Grad. Die nächsten drei Tage bringen keine Niederschläge, Höchsttemperaturen um 35,7 Grad werden erwartet. Da der UFZ-Index den Gesamtboden abbildet, reagiert dieser träge auf kurzfristige Niederschläge – die extreme Trockenheit in der Tiefe wird sich daher in den kommenden Tagen nicht merklich verbessern.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt

Die schwere bis extreme Dürre in großen Teilen Bayerns hat unmittelbare Auswirkungen auf die Landwirtschaft: Böden in der extremen Klasse weisen deutlich reduzierte Wasserspeicherkapazität auf. Besonders in Süd- und Ostbayern sind Bewässerung und Bodenschonung erforderlich. Der Grundwasserneubildung kommt bei anhaltender Trockenheit weniger Wasser zugute. Auch Waldgebiete in betroffenen Regionen sind erhöhten Trockenstresssituationen ausgesetzt. Eine Beobachtung der Entwicklung wird empfohlen.

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