Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors zeigt zum 29. Juli 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte in Berlin und dem weiteren Umland: Während der Nordwesten und Westen der Region noch Bereiche mit normalen bis leicht trockenen Verhaeltnissen aufweisen, dominieren in der Mitte, im Osten und Sueden Trockenheitsklassen ab orange. Der Gesamtboden bis 1,80 m Tiefe, den die Karte abbildet, zeigt damit eine moderat bis deutlich erhoehte Trockenheit.

Mitte und Osten mit schwerer Dürre
Die UFZ-Klassifizierung offenbart regionale Unterschiede: Waehrend der Nordwesten (Westen Berlins) noch hellgelbe oder orangefarbene Felder aufweist, die eine „ungewoehnlich trockene“ bis „moderate Duerre“-Situation anzeigen, dominieren im zentralen und oestlichen Teil sowie im Sueden deutlich rote Pixelbereiche. Diese stellen „schwere Duerre“ dar – eine Trockenheitsklasse, die statistisch etwa alle 20 Jahre auftritt. Mehrere kompakte dunkelrote Flaechen, insbesondere im Raum Mitte und suedlich davon, markieren Bereiche mit „extremer Duerre“ (Klasse alle 30 Jahre). Damit ist der Boden in diesen Zonen spuerbar ausgetrocknet.
Niederschlag der letzten Woche reichte nicht aus
Zur Einordnung der traegen Reaktion des Gesamtbodens: In der Woche vor Kartenerstellung (29. Juli) fielen im Durchschnitt 17,3 mm Niederschlag bei Hoechsttemperaturen von 37,4 °C – eine Kombination, die den oberflaechennahen Bodenhorizonten zwar Erleichterung brachte, den tieferen Schichten aber nur langsam zufliessen konnte. Der 14-Tage-Mittel-Charakter der UFZ-Karte bedeutet zudem, dass kuerzliche Regenfaelle noch nicht vollstaendig sichtbar sind. Fuer die kommenden drei Tage zeigt die Vorhersage nur minimale Niederschlagsmengen (0,7 mm) bei Temperaturen bis 28,7 °C – eine Fortsetzung der regenarmen Phase.
Folgen für Vegetation und Grundwasser
Die Betroffenheit durch „schwere“ bis „extreme Duerre“ in wesentlichen Teilen Berlins und der Region hat Konsequenzen: Landwirtschaftliche Kulturen in den rot und dunkelrot markierten Gebieten unterliegen erheblichem Wasserstress. Auch Waeldern und naturnahen Oekosystemen in diesen Zonen fehlt Bodenfeuchte in tieferen Schichten, was deren Vitalitaet in der kommenden Zeit gefaehrdet. Grundwasserneubbildung erfolgt bei solcher Trockenheit des Gesamtbodens stark verlangsamt – ein Effekt, der sich auf die Wasserversorgung auswirken kann, falls die Phase anhaelt.
Der UFZ-Duerremonitor wird woechentlich aktualisiert und bildet ein 14-Tage-Gleitendes Mittel ab, das auf stabile Bodenfeuchte-Trends fokussiert. Kurzfristige Schwankungen durch Tagesregen sind daher nur teilweise sichtbar.
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