Bodenfeuchte-Bericht Bayern: Schwere Trockenheit im Süden und Osten, Norden weniger betroffen

Der UFZ-Duerremonitor zeigt fuer Bayern zum 12. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Waehrend der Sueden und Osten des Landes unter schwerer Duerre leiden, verzeichnet der Norden moderat trockene bis ungewoehnlich trockene Bodenverhaeltnisse. Die aktuelle Karte bildet ein 14-Tage-Gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe ab.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regionale Differenzierung: Der Sueben und die Osthälfte Bayerns sind mehrheitlich von roter Färbung gekennzeichnet und fallen damit in die Klasse „schwere Duerre“ (statistisch alle 20 Jahre). Einzelne Flecken dunkelroten Farbton deuten auf extreme Duerre hin. Der Norden, insbesondere Teile Nordbayerns und Hochfrankens, zeigen orange und hellgelb Färbung — moderate bis ungewoehnlich trockene Bedingungen. Punktuelle gruene und blaue Bereiche im Nordwesten belegen lokal normale bis feuchte Bodenverhaeltnisse; diese sind jedoch flächig untergeodrnet.

Die letzten sieben Tage brachten Bayern durchschnittlich keine Niederschlaege (0 mm). Bei Temperaturen um 20,8 Grad Celsius im Mittel und Höchstwerten bis 28,8 Grad hat sich die Bodenfeuchte nicht regeneriert. Der Gesamtboden reagiert auf solche kurzfristigen Trockenperioden traege — die Karte spiegelt somit ein in den vergangenen zwei Wochen verfestigtes Defizit wider. In den kommenden drei Tagen wird mit nur 6,2 mm Niederschlag gerechnet, während Temperaturen bis 33,3 Grad Celsius erwartet werden. Diese Konstellation verschaerft die Lage fuer die bereits belasteten Regionen.

Bedeutung fuer Land- und Forstwirtschaft: Die schwere Duerre im Sueden und Osten beeintraechtigt Ertrag und Wasseraufnahme durch Pflanzen spuerbar. Bewaesserungsbeduerfnisse sind erhöht; Waldstrukturen in diesen Regionen sind erhöhtem Trockenstress ausgesetzt. Die moderat trockenen Nordbereiche erfordern weiterhin Beobachtung, sind aber weniger akut belastet.

Die Daten stammen vom UFZ-Duerremonitor (Helmholtz-Zentrum fuer Umweltforschung), das die Karten woechentlich aktualisiert.


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