Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors (Helmholtz-Zentrum fuer Umweltforschung) zeigt fuer Berlin und das Umland zum 14. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Der Suedosten und die Mittelregion weisen ueberwiegend rote Flaechern auf (schwere Duerre, statistische Wiederkehrperiode alle 20 Jahre), waehrend der Nordwesten und Westen gelblich bis orange toent (ungewoehnlich trocken bis moderate Duerre). Kleinere Bereiche im Osten zeigen dunkelrote Flaechern (extreme Duerre).

Regional betrachtet ist die Lage uneinheitlich: Der Nordwesten Brandenburgs und Teile Berlins sind mit hellgelben bis orangen Flaechern „ungewoehnlich trocken“ bis „moderat trocken“ klassifiziert. Der Suedosten hingegen weist ueberwiegend rote Toene auf, was auf „schwere Duerre“ hindeutet. Einzelne dunkelrote Flecken deuten auf lokal noch erhoehte Trockenheit hin. Die Karte bildet ein 14-Tage-Mittel des Bodenwasservorrats bis 1,80 Meter Tiefe ab und reagiert daher traege auf kurzfristige Wetteraenderungen.
Fuer die aktuelle Wetterlage ist zu beachten: In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich nur 4,9 Millimeter Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 20,4 Grad Celsius. Mit Spitzenwerten von 30,4 Grad trug die Hitze zur Bodenausluft bei. Der Oberboden duerfte dadurch unter Stress geraten sein, waehrend der gemittelte Gesamtboden noch traege auf die kurzfristige Trockenphase reagiert. Ermutigend ist die Wettervorhersage: In den naechsten drei Tagen werden 15,8 Millimeter Regen erwartet, bei Temperaturen zwischen 17 und 28,1 Grad Celsius. Dieser Niederschlag kann den oberflachlichen Bodenfeuchtedefiziten Erleichterung bringen, wobei die Speichwirkung fuer den Gesamtboden erst verzoegert eintritt.
Fuer Landwirtschaft und Forstwirtschaft bedeutet die aktuelle Lage im roten Bereich eine deutlich erhoehte Trockenheitsbelaestigung. Pflanzen in den betroffenen Suedost-Regionen unterliegen Wassermangel-Stress. Der erwartete Regen in den naechsten Tagen wird eine wichtige Entspannung bieten, reicht aber nicht aus, um die zwei-Wochen-Defizite vollstaendig auszugleichen. In den orange bis hellgelb klassifizierten Gebieten des Nordwestens ist die Situation angespannter, aber noch nicht kritisch.
Die Karte wird woechentlich vom UFZ aktualisiert und zeigt einen geglaetteten Trend des Bodenwasserstatus. Lokale Niederschlaege koennen zu starkeren Schwankungen fuehren, als die regionale Darstellung vermuten laesst.
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