Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors (Helmholtz-Zentrum fuer Umweltforschung) vom 11. Juli zeigt für Berlin und das umliegende Brandenburg eine überwiegend trockene Bodenfeuchte-Situation. Die Karte, ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe, wird wöchentlich aktualisiert.

Regionale Verteilung: Der Norden und Westen Berlins zeigen Klassen zwischen Hellgelb (ungewöhnlich trocken) und Orange (moderate Dürre). Die zentralen und südlichen Bereiche sind deutlich stärker betroffen und zeigen überwiegend Rot (schwere Dürre), mit lokalen Flecken in Dunkelrot (extreme Dürre). Der Osten wird ebenfalls von Rot und Orange geprägt. Feuchte oder normale Bedingungen (Blau- und Grüntöne) sind auf der Karte nicht sichtbar.
Ursachen und zeitliche Dimension: Die Karte zeigt ein 14-Tage-Mittel – kurzfristige Niederschläge sind daher nur begrenzt sichtbar. In den vergangenen sieben Tagen fiel in Berlin durchschnittlich nur 4,5 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen von durchschnittlich 19,4 °C und Spitzenwerten bis 31,2 °C. Der Oberboden hat sich dadurch kaum regeneriert; der Gesamtboden, auf den sich die UFZ-Karte bezieht, reagiert auf Niederschläge träge und kann aktuelle Regenfälle noch nicht kompensieren.
Wetter-Ausblick verschärft die Lage: Die kommenden drei Tage bringen keinen Niederschlag – lediglich 0 Millimeter sind prognostiziert. Die Höchsttemperaturen werden 28 °C erreichen, bei Tiefsttemperaturen um 15,7 °C. Die trockenen Bedingungen werden sich damit kurzfristig nicht entspannen.
Bedeutung für Land- und Forstwirtschaft: Die roten und orange Bereiche auf der Karte deuten auf deutliche bis schwere Trockenheit hin. Für die Landwirtschaft bedeutet dies spürbare Herausforderungen bei der Bewässerung und der Pflanzenentwicklung. Forstbestände, besonders Flachwurzler, sind ebenfalls stressbelastet. Die fehlende Regeneration in den kommenden Tagen verstärkt diese Situation.
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