Bodenfeuchte-Bericht Bremen: Ungewöhnliche Trockenheit im Süden, Norden unauffällig

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte vom 14. Juli zeigt für Bremen ein differenziertes Bild: Während der Norden und die Küstenregion normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, dominiert im Süden und in der Mitte des Landes ungewöhnliche Trockenheit. Stellenweise treten auch Bereiche mit moderater Dürre auf.

Aktuelle Dürrekarte Bremen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bremen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Der Norden Bremens, besonders die Bereiche nördlich von Bremen-Stadt, zeigt grüne und hellgrüne Färbungen des UFZ-Dürrenmonitors – diese Regionen haben normale Bodenfeuchte erreicht. Der südliche Landesteil und Teile der Mitte präsentieren dagegen vorwiegend helles Gelb (ungewöhnlich trocken) und örtlich Orange (moderate Dürre), etwa in isolierten Flecken im südlichen Bereich.

Die Karte bildet ein 14-Tage-Gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe ab. Der tiefere Bodenschicht reagiert träge auf kurzfristige Niederschlagsereignisse. In den vergangenen sieben Tagen ist in Bremen kein nennenswert Niederschlag gefallen (0 mm Durchschnitt), bei Temperaturen von durchschnittlich 20,7°C und Spitzenwerten von 28,6°C. Diese warme, niederschlagsarme Phase hat die Bodenwasserdefizite verstärkt. Für die nächsten drei Tage werden nur 2,1 mm Niederschlag erwartet – eine Entlastung des tieferen Bodenprofils ist damit kurzfristig nicht zu erwarten.

Für die Landwirtschaft bedeutet die ungewöhnliche Trockenheit im südlichen Bremen eine erhöhte Bewässerungslast, sofern diese Flächen bewirtschaftet werden. Wald und naturnahe Ökosysteme im betroffenen Süden sollten beobachtet werden. Die feuchteren Verhältnisse im Norden bieten hier derzeit keine Besorgnis.

Der UFZ-Dürrenmonitor wird wöchentlich aktualisiert. Den aktuellen Wetterbericht für Bremen finden Sie hier.


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