Bodenfeuchte-Lage in Hamburg: Ungewöhnliche Trockenheit im Südosten

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte vom 14. Juli 2026 zeigt für Hamburg ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte-Situation. Der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe weist in großen Teilen der Hansestadt normale bis leicht erhöhte Trockenheit auf, während der Südosten Hamburgs bereits in die Klasse der ungewöhnlichen Trockenheit übergegangen ist.

Aktuelle Dürrekarte Hamburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Hamburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional betrachtet dominieren hellgelbe Flächen (ungewöhnlich trocken) im südöstlichen Hamburger Stadtgebiet und in Teilen des westlichen Umlandes. Diese Bereiche zeigen eine Häufigkeit, wie sie statistisch etwa alle fünf Jahre auftritt. Der Norden und Nordwesten Hamburgs bleiben dagegen in normalen Bodenfeuchte-Verhältnissen. Größere orange oder rötlich gefärbte Flächen, die auf moderate oder schwere Dürre hindeuten würden, sind in der aktuellen Karte nicht zu erkennen.

Zu berücksichtigen ist, dass die UFZ-Dürrekarte ein 14-Tages-Gleitendes Mittel darstellt. Die letzten sieben Tage brachten Hamburg nur etwa 1,5 Millimeter Niederschlag bei durchschnittlich 20,4°C. Dies hat zu einer leicht erhöhten Trockenheit geführt, besonders im Oberboden. Der Gesamtboden reagiert jedoch träge auf kurzfristige Niederschlagsschwankungen und spiegelt eher längerfristige Feuchte-Trends wider. In den nächsten drei Tagen werden rund 9,6 Millimeter Regen erwartet, was die Situation auf oberflächlichen Ebenen entspannen dürfte.

Für die Landwirtschaft und Wasserversorgung Hamburgs bleibt die Lage nach aktuellem Stand unauffällig. Die ungewöhnliche Trockenheit im Südosten rechtfertigt eine Beobachtung, erfordert aber keine Alarm-Massnahmen. Der Forst und die Grünflächenbewirtschaftung können regulär fortfahren.

Datenquelle: UFZ-Dürre Monitor (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung). Die Karte wird wöchentlich aktualisiert.


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