Bodenfeuchte-Bericht Hamburg: Ungewöhnlich trockene Bedingungen im Süden und Osten

Der aktuelle UFZ-Duerremonitor zeigt für Hamburg am 15. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Während der Norden und Westen der Stadt grün- bis blautöne aufweisen, die auf normale bis ausreichende Bodenfeuchte im Gesamtboden hindeuten, dominieren in den südlichen und östlichen Regionen hellgelbe bis orange gefärbte Bereiche. Dies entspricht den UFZ-Klassen „ungewöhnlich trocken“ und „moderate Dürre“. Die Karte zeigt ein 14-Tage-Mittel und wird wöchentlich aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Hamburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Hamburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regionale Unterschiede
Der Norden Hamburgs, einschließlich der Marschgebiete rund um die Elbe, weist normale Bodenfeuchte auf. Im Gegensatz dazu zeigen die südlichen Landkreise und die östlichen Bereiche erhöhte Trockenheit: Hier dominiert hellgelbe bis orange Färbung, was auf Bodenwasserspeicher hindeutet, die leicht über normalen Werten liegen, aber unter dem langfristigen Durchschnitt zurückbleiben. Einige kleinere rote Flecken deuten in Teilbereichen auf „schwere Dürre“ hin, betroffenheit bleibt jedoch begrenzt.

Wetterlage und Perspektive
Die vergangenen sieben Tage brachten Hamburg nur 1,5 Millimeter Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 21°C. Die aktuelle Karte, als 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe, reagiert träge auf kurzfristige Wechsel. Der Oberboden dürfte bei derzeit trockener Witterung zusätzlich unter Feuchtemangel leiden. In den kommenden drei Tagen werden 9,9 Millimeter Regen erwartet, bei Höchsttemperaturen um 28,6°C. Diese Regenmenge kann den oberflächlichen Feuchtehaushalt kurzzeitig verbessern, der tiefere Gesamtboden reagiert jedoch verzögert.

Bedeutung für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft
Die leicht erhöhte Trockenheit in südlichen und östlichen Bereichen erfordert Beobachtung, besonders bei Nutzpflanzen und Grasbeständen. Wälder im Raum Hamburg zeigen bislang keine Hinweise auf kritische Trockenheit. Die Trinkwasserversorgung bleibt unauffällig. Landwirtschaftliche Betriebe sollten auf Bewässerung achten, falls lokale Niederschläge ausbleiben.

Weitere Informationen zum UFZ-Duerremonitor unter www.ufz.de/drought.


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