Bodenfeuchte-Bericht Saarland: Moderate Trockenheit im Süden und Osten

Der UFZ-Duerremonitor zeigt für das Saarland zum 12. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Während der Norden und Nordwesten der Region grüne und hellgelbe Bereiche aufweist, dominieren in Süden und Osten orange- und rötliche Flächen. Diese Darstellung basiert auf einem 14-Tage-gleitenden Mittel des Bodenfeuchte-Index für die gesamte Bodenzone bis 1,80 Meter Tiefe.

Aktuelle Dürrekarte Saarland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Saarland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Räumlich betrachtet zeigt sich folgende Verteilung: Der Nordwesten um die belgische Grenze sowie Teile des nördlichen Saarlands sind grün bis hellgelb gefärbt – diese Bereiche weisen normale bis ungewöhnlich trockene Bedingungen auf. Der zentrale und südliche Raum, insbesondere der Süden und Südosten des Bundeslandes, ist überwiegend orange und teilweise rot gefärbt. Dies kennzeichnet moderate bis schwere Dürre nach der UFZ-Klassifizierung.

Die aktuelle Wetterlage verschärft diese Situation: Die vergangenen sieben Tage verzeichneten im Saarland keinen Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 23,5 Grad Celsius. Für die kommenden drei Tage werden weitere Niederschlagsausfälle und Spitzenwerte bis 32,3 Grad Celsius prognostiziert. Da der UFZ-Monitor den Gesamtboden abbildet, reagiert dieser träge auf kurzfristige Schwankungen – die anhaltende Trockenphase wirkt sich jedoch merklich auf die tieferen Bodenschichten aus.

Für die Landwirtschaft bedeutet die moderate bis schwere Trockenheit in den südlichen Landesteilen eine erhöhte Bewässerungsproblematik, insbesondere für sommerliche Kulturen. Forstbetriebe sollten Waldbestände weiterhin beobachten. Die Wasserwirtschaft registriert sinkende Grundwasserstände in den betroffenen Regionen.

Der UFZ-Duerremonitor wird wöchentlich aktualisiert und bietet damit eine kontinuierliche Übersicht der Bodenfeuchte-Entwicklung. Den aktuellen Wetterbericht für das Saarland finden Sie hier.