Bodenfeuchte Berlin: Orange und Rot dominieren — Trockenheit im Gesamtboden

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors (Helmholtz-Zentrum fuer Umweltforschung) zeigt fuer Berlin zum Stichtag 10. August 2026 ein differenziertes Bild: Der ueberwiegende Teil des Landes ist von „moderater Duerre“ (orange) oder „schwerer Duerre“ (rot) betroffen. Einzelne westliche und suedoestliche Areale zeigen „ungewoehnlich trocken“ (hellgelb). Feuchte Bodenverhaeltnisse sind nicht erkennbar. Die Karte bildet ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Bodenfeuchtestatus bis 1,80 m Tiefe ab und wird woechentlich aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Osten und Mitte mit schwerer Dürre

Deutliche Unterschiede zeigen sich regional: Der Osten und die zentralen Bereiche Berlins sind ueberwiegend in „schwerer Duerre“ (rot) klassifiziert — statistisch ein Ereignis, das etwa alle 20 Jahre auftritt. Der Nordosten weist zudem kleinere Flaechen mit „extremer Duerre“ (dunkelrot) auf. Der Westen und Suedwesten sind staerker von „moderater Duerre“ (orange) betroffen, waehrend vereinzelte Flaechen im Suedwesten „ungewoehnlich trocken“ (hellgelb) ausfallen. Eine regionale Entspannung ist auf der Karte nicht erkennbar.

Niederschlag und Temperatur verschärfen die Lage

Die Wetterdaten der letzten sieben Tage unterstreichen den Trockenheitstrend: Mit durchschnittlich 5,2 mm Niederschlag lag die Regenmenge deutlich unter dem Normalwert. Bei Durchschnittstemperaturen von 20,3 Grad Celsius und Hoechstwerten bis 31,1 Grad Celsius war die Evaporation erhoeht. Der Gesamtboden, der auf der Karte abgebildet ist, reagiert auf kurzfristige Niederschlaege traege — die bisherigen Regenmengen reichen nicht aus, um die tieferen Bodenschichten zu regenerieren. Die Prognose fuer die kommenden drei Tage verstaerkt diesen Trend: Niederschlag ist nicht zu erwarten, die Hoechsttemperaturen steigen auf 32,3 Grad Celsius an.

Auswirkungen auf Landwirtschaft und Wasserhaushalt

Die deutliche Trockenheit in den unteren Bodenschichten erfordert Aufmerksamkeit bei sommerlichen Kulturen und der Grundwasserneubildung. Waehrend leichte Niederschlaege den Oberboden kurzfristig befeuchten koennen, fuehrt die anhaltende „schwere Duerre“ im Gesamtboden zu reduzierten Wasserveroeffentlichungen fuer Pflanzen. Wald- und Landwirtschaftsflaechen reagieren auf solche mehrtwoechigen Trockenperioden mit Wachstumsverlangsamung. Der fehlende Niederschlag in den kommenden Tagen verstaerkt diese Entwicklung. Beobachtung der weiteren Niederschlagsentwicklung wird empfohlen.

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