Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors vom 21. Juli 2026 zeigt für Hamburg ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der Westen und Norden des Bundeslandes überwiegend normale Feuchterverhaeltnisse aufweisen, dokumentiert die Karte im Osten und Südosten erhöhte Trockenheit in der Klasse „moderate Duerre“ (orange). Kleinere Flaechen im östlichen Bereich erreichen die Klasse „ungewöhnlich trocken“ (hellgelb).

Osten deutlich trockener als Westen
Die räumliche Verteilung ist markant: Der Westen Hamburgs, einschließlich der westlichen Landesteile, zeigt grün bis blaugrüne Farbtöne, die auf normale bis feuchte Bodenverhaeltnisse hindeuten. Der Süden und Osten hingegen präsentieren sich in orange bis hellgelb. Die intensivste Trockenheit konzentriert sich auf einen Korridor im Südosten und an der östlichen Landesgrenze, wo orange-Flaechen dominieren. Insgesamt sind etwa 30 bis 40 Prozent der Landfläche von erhöhter Trockenheit (Klasse 2 oder 3) betroffen, während der Großteil des Westens und Nordens unbelastet bleibt.
Niederschlag der vergangenen Woche minimal
Die aktuelle Wetterlage verschärft die Situation nicht, trägt aber auch keine Entspannung herbei. In den vergangenen sieben Tagen fielen durchschnittlich nur 6,1 Millimeter Niederschlag – eine Menge, die für den Oberboden kurzfristig hilfreich ist, den Gesamtboden aber kaum beeinflusst, da dieser träge auf Feuchtigkeitsveränderungen reagiert. Die Durchschnittstemperatur von 17,9 Grad Celsius lag im normalen Bereich, die Spitzentemperatur erreichte 28,6 Grad. Für die nächsten drei Tage prognostizieren die Meteorologen null Millimeter Niederschlag bei Höchstwerten um 24,7 Grad Celsius – eine Fortsetzung der trockenen Phase, die den östlichen Bereichen wenig Erleichterung bringt.
Auswirkungen auf Landwirtschaft und Grundwasser
Die „moderate Duerre“ in Orange betrifft vor allem die landwirtschaftlichen Gebiete des Südens und Ostens. Bei dieser Klasse, die statistisch etwa alle zehn Jahre auftritt, können Feldfrüchte bei ausbleibenden Niederschlägen Wachstumsbeeinträchtigungen erleiden. Grundwasserspeicher, die sich vom Gesamtboden speisen, zeigen regionale Unterschiede: Im Westen bleiben Wiederaufladung und Puffer stabil, im Osten ist eine leicht erhöhte Aufmerksamkeit angezeigt. Die kommenden zwei bis drei Wochen werden zeigen, ob sommerliche Niederschläge die orange-Areale entspannen oder ob sich die moderate Trockenheit verfestigt.
Die Daten des UFZ-Duerremonitors werden wöchentlich aktualisiert und zeigen ein 14-Tage-Mittel, das kurzfristige Schwankungen abschwächt. Eine Neuaktualisierung ist für Anfang der folgenden Woche zu erwarten.
Den aktuellen Wetterbericht für Hamburg finden Sie hier.
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