Bodenfeuchte Deutschland: Süden und Mitte in extremer Trockenheit

Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt ein stark polarisiertes Bild: Während der Norden überwiegend normale bis feuchte Bedingungen aufweist, sind Süden und Mitte von ausgeprägter Trockenheit betroffen. In Bayern, Baden-Württemberg und großen Teilen von Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt überwiegt schwere bis extreme Dürre. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe ist dort deutlich ausgetrocknet.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Extreme Trockenheit im Süden, moderate Dürre in der Nordhälfte

Bayern und Baden-Württemberg sind am stärksten betroffen: Große Flächen zeigen extreme Dürre, mit dunkelroten Bereichen insbesondere in der Oberpfalz, Oberfranken und im südlichen Baden. In Hessen und Rheinland-Pfalz wechseln sich schwere und moderate Dürre ab. Sachsen und Sachsen-Anhalt weisen überwiegend schwere Trockenheit auf, mit lokalen Extremzonen. Thüringen ist heterogen: Der Westen ist moderater betroffen, der Osten zeigt schwere Duerre.

Der Norden Deutschlands profitiert von besseren Bedingungen: Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zeigen grüne bis hellgelbe Bereiche. Niedersachsen und Brandenburg sind gelblich bis orange getönt, also ungewöhnlich trocken bis moderat dürr. Nordrhein-Westfalen hat ein gemischtes Bild mit orangen Flecken im Süden und Westen.

Wenig Regen in der Vergangenheit, keine Entspannung in Sicht

In der Vergangenheit sieben Tage fielen deutschlandweit durchschnittlich nur 14 Millimeter Regen. Regional zeigen sich erhebliche Unterschiede: Schleswig-Holstein erhielt mit 73,1 Millimetern deutlich mehr, während Sachsen-Anhalt nur 2,7 Millimeter verzeichnete. Bayern (6,3 Millimeter) und Baden-Württemberg (7,6 Millimeter) liegen weit unter dem Durchschnitt. Diese Niederschlagsdefizite erklären die Tiefenwirkung bis 1,80 Meter: Der Boden kann sich kurzfristig nicht erholen.

Folgen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt

Die extreme Trockenheit im Süden und in der Mitte beeinträchtigt die Bodenfeuchte in allen Schichten. Dies wirkt sich auf die Herbstaussaat aus – besonders bei Wintergetreide und Raps, das für die Keimung Bodenfeuchtigkeit benötigt. Die feuchteren Bedingungen im Norden erlauben dort bessere Bedingungen für die Saat. Langfristig verstärken sich Defizite bei der Grundwasserneubildung in den trockenen Regionen, was Wasserversorgung und Waldbestand belastet.

Aussichten für Niederschlag – geringe Mengen erwartet

In den kommenden drei Tagen wird deutschlandweit durchschnittlich nur 6,4 Millimeter Regen erwartet. Regional zeigen die Vorhersagen: Baden-Württemberg erhält 19,6 Millimeter, was eine teilweise Entlastung bringen könnte, doch dies bleibt eine Ausnahme. Bayern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg erhalten unter 6 Millimeter. Diese Mengen sind zu gering, um eine Entspannung in den ausgetrockneten Bodenschichten zu bewirken. Die Trockenheit wird sich vorerst fortsetzen.

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Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.