Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Deutschland am 18. Oktober 2026 unter massivem Trockenstress. Schwere Dürre prägt den Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter über großen Teilen der Fläche, extreme und teilweise außergewöhnliche Dürre verschärfen die Lage vor allem im Süden und Südosten. Nur der äußerste Norden und einzelne Puffer bewahren normale bis feuchte Bodenverhältnisse.

Süden und Osten unter extremem Trockenstress
Bayern, Baden-Württemberg und das südliche Hessen zeigen überwiegend dunkelrote und teilweise violette Färbung — das bedeutet extreme bis außergewöhnliche Dürre. Diese Grade treten statistisch alle 30 bis 50 Jahre auf. Der Süden ist damit das Zentrum der Trockenheit. Die Mitte Deutschlands von Nordrhein-Westfalen bis Sachsen wird von rotem und orange gefärbten Zonen geprägt, was schwere bis moderate Dürre anzeigt. Der Norden — Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen — zeigt grüne und blaue Bereiche, die auf normale bis feuchte Verhältnisse hindeuten. Das nördliche Randgebiet bildet damit die einzige Entspannungszone.
In der Tiefe von 1,80 Meter, die diese Karte erfasst, ist der Boden träge in seinen Reaktionen. Die vergangenen sieben Tage brachten deutschlandweit im Durchschnitt nur 10,8 Millimeter Regen — eine klare Unterversorgung. Bayern mit 3,4 Millimetern und Hessen mit 3 Millimetern liegen besonders niedrig. Selbst Regionen mit besseren Werten wie Mecklenburg-Vorpommern (21,3 Millimeter) oder Niedersachsen (18,2 Millimeter) können diese anhaltende Tiefenaustrocknung nicht kurzfristig beheben. Der Boden speichert Wasser im mehrwöchigen Rhythmus; die Tiefe reagiert auf einzelne Regenereignisse nur begrenzt.
Folgen für Landwirtschaft, Wald und Grundwasser
Schwere und extreme Dürre im Boden gefährden die Herbstbestellung und die Keimung von Winterkulturen. Der Süden und die Mitte machen es Pflanzen schwer, Wurzeln einzuschlagen. Der Grundwasserneubildung fehlt es an Nachschub — besonders kritisch für Regionen, die bereits unterdurchschnittliche Herbstdefizite aufweisen. Wälder in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen stehen unter Druck; die Bäume zehren von Reserven. Selbst in Gegenden mit höheren aktuellen Regenmengen wie Schleswig-Holstein kann die kumulative Trockenheit der vergangenen Monate nicht ausgelöst werden.
Aussichten für Niederschlag — 8,1 Millimeter erwartet, Entspannung bleibt begrenzt
Die Vorhersage für die kommenden drei Tage zeigt bundesweit 8,1 Millimeter Niederschlag. Das liegt deutlich unter der Menge, die nötig wäre, um die Tiefenschicht nachhaltig zu regenerieren. Einzelne Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen (4,7 Millimeter) und Schleswig-Holstein (4,1 Millimeter) erhalten sogar noch weniger. Die Dürre wird sich kurzfristig nicht auflösen.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Bodenfeuchte Baden-Württemberg: 18,8 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit bleibt
- Bodenfeuchte Bayern: 3,4 Millimeter Regen in 7 Tagen — extreme Trockenheit im Süden
- Bodenfeuchte Brandenburg: 7,3 Millimeter Regen in 7 Tagen — schwere Trockenheit dominiert
- Bodenfeuchte Hessen: 3 Millimeter Regen in 7 Tagen — schwere Trockenheit im Süden
- Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: 21,3 Millimeter Regen in 7 Tagen — Süden deutlich trocken
- Bodenfeuchte Niedersachsen: 16 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit bleibt
- Bodenfeuchte Nordrhein-Westfalen: 10,6 Millimeter Regen in 7 Tagen — Süden und Westen deutlich trocken
- Bodenfeuchte Rheinland-Pfalz: 3 Millimeter Regen in 7 Tagen — extreme Trockenheit im Westen
- Bodenfeuchte Sachsen-Anhalt: 6 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit bleibt
- Bodenfeuchte Sachsen: 8,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit hält an
- Bodenfeuchte Schleswig-Holstein: 13,3 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit im Osten
- Bodenfeuchte Thüringen: 5,8 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit hält an
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Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.
