Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt ein stark polarisiertes Bild: Während der Süden und große Teile der Mitte Deutschlands von schwerer bis extremer Dürre betroffen sind, finden sich im Norden und Nordwesten noch normale bis leicht feuchte Bodenverhältnisse. Etwa 65 Prozent der Landesfläche weisen moderate bis extreme Trockenheit auf.

Südfrankreich und Bayern im Ausnahmezustand
Bayern und Baden-Württemberg sind am stärksten betroffen: Große Teile dieser Länder zeigen dunkelrote Färbung, die extreme Dürre anzeigt. In Bayern betrug der Niederschlag der vergangenen sieben Tage nur 18,5 Millimeter bei Durchschnittstemperaturen von 6,7 Grad. Auch Baden-Württemberg mit 11,6 Millimetern Regen in sieben Tagen liegt deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Der Boden bis 1,80 Meter Tiefe reagiert träge auf solche kurzfristigen Schwankungen — die aktuelle Karte spiegelt also ein Defizit wider, das sich über Wochen aufgebaut hat. Rheinland-Pfalz und Hessen zeigen ebenfalls rote bis dunkelrote Flecken, besonders in ihren südlichen und zentralen Bereichen.
Norden mit Ausnahmen, Mitte unter Druck
Schleswig-Holstein und Niedersachsen verzeichneten in den vergangenen sieben Tagen mit 48,8 beziehungsweise 41,1 Millimetern die höchsten Niederschlagsmengen Deutschlands. Dennoch zeigen auch diese Länder orange Färbung (moderate Dürre) in größeren Teilen ihrer Fläche. Das belegt, dass selbst erhöhte Regenmengen im Oktober die tiefen Bodenschichten nicht schnell wieder auffüllen können. Brandenburg und Sachsen mit nur 8,9 beziehungsweise 8,5 Millimetern Regen in sieben Tagen liegen dagegen unter der 10-Millimeter-Marke und zeigen entsprechend rote bis dunkelrote Bereiche. Thüringen ist mit 6,5 Millimetern besonders trocken.
Folgen für Landwirtschaft und Wasserspeicher
Für den Herbst ungewöhnlich ist die Intensität der Trockenheit in der Tiefe. Der Boden speichert bis 1,80 Meter Wasser wie ein Puffer — ist dieser Puffer geleert, leiden Wintergetreide beim Auflaufen und Grundwasserstände sinken weiter. Besonders im Süden könnte dies bis weit ins Frühjahr nachwirken.
Aussichten für Niederschlag – weiterhin kaum Entlastung
Für die kommenden drei Tage wird deutschlandweit nur 0,2 Millimeter Niederschlag erwartet — praktisch kein Regen. Diese Menge trägt nicht zur Entspannung der Bodenverhältnisse bei. Der Boden wird seine Trockenheit vorerst behalten.
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Dürreberichte nach Bundesland
- Bodenfeuchte Baden-Württemberg: 11,6 Millimeter Regen in 7 Tagen — schwere Trockenheit hält an
- Bodenfeuchte Bayern: 18,5 Millimeter Regen in 7 Tagen — schwere Trockenheit im Süden
- Bodenfeuchte Brandenburg: 8,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit hält an
- Bodenfeuchte Hessen: 22,2 Millimeter Regen in 7 Tagen, Süden bleibt trocken
- Bodenfeuchte Mecklenburg-Vorpommern: 16,7 Millimeter Regen in 7 Tagen — Osten und Südosten trocken
- Bodenfeuchte Niedersachsen: 17,6 Millimeter Regen in 7 Tagen – moderate Trockenheit hält an
- Bodenfeuchte Nordrhein-Westfalen: 41,1 Millimeter Regen in 7 Tagen — Trockenheit bleibt flächenweise
- Bodenfeuchte Rheinland-Pfalz: 22,9 Millimeter Regen in 7 Tagen — schwere Trockenheit bleibt
- Bodenfeuchte Sachsen-Anhalt: 13,4 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit hält an
- Bodenfeuchte Sachsen: 8,5 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit hält an
- Bodenfeuchte Schleswig-Holstein: 48,6 Millimeter Regen in 7 Tagen — Norden und Westen erholen sich
- Bodenfeuchte Thüringen: 6,4 Millimeter Regen in 7 Tagen — moderate Trockenheit hält an
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Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.
