Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für den 4. Juni 2026 eine stark gespaltene Bodenfeuchtesituation in Deutschland. Während der Süden und Südosten des Landes großflächig von extremer Dürre betroffen sind, herrschen im Norden und Nordwesten überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse.

Besonders ausgeprägt ist die extreme Dürre in Bayern, Baden-Württemberg und weiten Teilen Sachsens, wo dunkelrote Bereiche auf Trockenheitswerte hinweisen, die statistisch nur alle 30 Jahre auftreten. Auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg zeigen sich großflächig schwere bis extreme Dürrebedingungen. Im Gegensatz dazu präsentieren sich Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Teile Niedersachsens in grünen bis blauen Farbtönen, was normale bis überdurchschnittlich feuchte Bodenverhältnisse anzeigt.
Die regionalen Niederschlagsdaten der vergangenen Woche bestätigen diese Verteilung: Während Bremen mit 45 mm und Nordrhein-Westfalen mit 35,2 mm deutlich über dem deutschen Durchschnitt von 19,4 mm lagen, erhielten Baden-Württemberg nur 6,2 mm und Berlin lediglich 3,7 mm. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-tägiges gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, reagiert er träge auf kurzfristige Niederschläge. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten geringen Regenmengen von durchschnittlich 2,5 mm werden die tieferen Bodenschichten kaum entlasten.
Die extreme Dürre in den betroffenen Regionen stellt eine erhebliche Belastung für die Landwirtschaft dar, insbesondere für tiefwurzelnde Kulturen und die Wasserversorgung der Vegetation. In den normalfeuchten Gebieten des Nordens können sich Pflanzenwachstum und Bodenleben hingegen ungestört entwickeln. Die wöchentliche Aktualisierung der UFZ-Karte macht deutlich, dass sich die Situation regional sehr unterschiedlich entwickelt.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Baden-Württemberg: Schwere Dürre im Süden, normale Bodenfeuchte im Nördlichen Landesteil – 4. Juni 2026
- Bayern: Schwere Dürre im Süden, normale Bodenverhältnisse im Norden – 4. Juni 2026
- Berlin: Bodenfeuchte-Lage zeigt normale Verhältnisse im Juni 2026
- Bodenfeuchte in Hessen zeigt deutliche regionale Unterschiede – 6. Juni 2026
- Bodenfeuchte in Nordrhein-Westfalen: Ungewöhnlich trockene Gebiete neben normalen Verhältnissen – 4. Juni 2026
- Bodenfeuchte Saarland: Geteilte Lage zwischen Trockenheit und normalen Verhältnissen – 6. Juni 2026
- Bodenfeuchte-Lage in Thüringen: Moderate Trockenheit im Süden, normale Verhältnisse im Norden – 6. Juni 2026
- Brandenburg: Geteilte Bodenfeuchte-Lage mit Trockenheit im Süden und Nordosten
- Bremen: Bodenfeuchte-Lage entspannt – UFZ-Monitor zeigt normale Verhältnisse am 6. Juni 2026
- Hamburg: Normale Bodenfeuchte dominiert trotz leichter Trockenheit im Süden – 6. Juni 2026
- Mecklenburg-Vorpommern: Geteilte Bodenfeuchte-Lage zum 4. Juni 2026
- Niedersachsen: Unterschiedliche Bodenfeuchte-Entwicklung – Norden feucht, Südosten mit moderater Trockenheit (06.06.2026)
- Rheinland-Pfalz: Bodenfeuchte zeigt regionale Unterschiede – 4. Juni 2026
- Sachsen-Anhalt: Moderate Trockenheit im Süden bei normaler Bodenfeuchte im Norden – 6. Juni 2026
- Sachsen: Bodenfeuchte-Lage zeigt regionale Unterschiede – 4. Juni 2026
- Schleswig-Holstein: Schwere Dürre im Südosten, Nordwesten weitgehend normal – 6. Juni 2026