Die aktuelle UFZ-Duerrekarte vom 28. Juli zeigt für Hamburg ein differenziertes Bild: Während der Norden und Westen der Hansestadt normale bis feuchte Bodenverhaeltnisse aufweisen, dokumentiert der UFZ-Duerremonitor im Südosten Hamburgschlachtfelder eine moderate Duerre (orange). Das Gesamtbodenwasser bis 1,80 Meter Tiefe liegt damit in der südöstlichen Region in der UFZ-Klasse für moderate Duerre vor, die statistisch etwa alle zehn Jahre auftritt.

Norden und Westen mit ausreichend Bodenfeuchte
Die nordwestlichen und westlichen Teile Hamburgs zeigen auf der Duerrekarte gruene und blaugruene Toene, die auf normale bis feuchte Bodenbedinungen hindeuten. Diese Regionen sind aktuell nicht von Trockenheit betroffen. Der zentralnordliche Bereich (Landkreis Stormarn angrenzend) weist hellgelbe Flaechen auf, die auf ungewoehnliche Trockenheit deuten — diese Klasse tritt statistisch alle fünf Jahre auf und bleibt damit im normalen Schwankungsbereich.
Südosten unter moderater Trockenheit
Der Südosten Hamburgs und angrenzende Bereiche (etwa südlich der Elbe bis zu Harburg) sind von moderater Duerre geprägt, was sich in der orangen Einfaerbung auf der Karte abbildet. Zusätzliche rote Flecken deuten auf Bereiche mit deutlicher Trockenheit hin. Diese Trockenheit betrifft den Gesamtboden in der tieferen Schicht bis 1,80 Meter — der Oberboden kann sich durch kurzfristige Niederschläge schneller erholen, während tiefere Schichten träge auf Wasserzufuhr reagieren.
Wetterlage verstärkt Bodenfeuchte-Defizit
Die Wetterlage der letzten sieben Tage zeigt mit durchschnittlich 7,2 Millimeter Niederschlag deutlich zu wenig Wasserzufuhr. Die Durchschnittstemperatur lag bei 18,5 Grad Celsius, doch es wurden Spitzenwerte von 31,6 Grad erreicht — solche Variabilität foerdert Evapotranspiration. Kritischer noch: Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag vorhergesagt, während die Höchsttemperaturen auf bis zu 34,7 Grad ansteigen werden. Diese trockene Wetterlage verstaerkt das auf der Duerrekarte bereits sichtbare Bodenfeuchte-Defizit, besonders im südöstlichen Bereich. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-Mittel abbildet, werden die niederschlagsarmen aktuellen Tage in den kommenden Wochen stärker in die Berechnung einfliessen, und die orange- bis rotgefaerbten Regionen dürften sich weiter verfestigen.
Für die Landwirtschaft und Waldbestaende in den betroffenen Südosten bedeutet die moderate Trockenheit eine erhöhte Aufmerksamkeit bei der Bewaesserungsplanung. Grundwasserneubildung verlangsamt sich. Die grünen und blaugrünen Regionen im Norden und Westen haben hingegen keinen Handlungsdruck.
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