Bodenfeuchte Hamburg: Orange und Rot im Südosten, Norden grün

Der UFZ-Duerremonitor zeigt fuer Hamburg zum 26. Juli 2026 ein differenziertes Bild: Waehrend der Norden und Westen der Hansestadt normal feuchte Bodenverhaeltnisse aufweisen (Blau- und Gruentoene), dominieren im Suedosten moderate bis deutliche Trockenheitsgradienten. Die aktuelle Karte, ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Helmholtz-Zentrums fuer Umweltforschung, erfasst den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe und reagiert damit traege auf kurzfristige Niederschlaege.

Aktuelle Dürrekarte Hamburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Hamburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Norden und Westen weiterhin ausreichend mit Wasser versorgt

Die noerdlichen und westlichen Teile Hamburgs zeigen auf der Karte durchgehend normale bis feuchte Bodenverhaeltnisse, die als unaufaellig einzustufen sind. Der Schafsmaehckenwesten sowie die Watten- und Marschregionen nordwestlich sind nicht von Trockenheit betroffen. Dieser Befund deckt sich mit dem durchschnittlichen Niederschlag der letzten sieben Tage (9,3 mm), der fuer diese Regionen ausreichend Wassernachschub gebracht hat. Allerdings ist zu beachten, dass diese Mengen den Gesamtboden in seiner vollen Tiefe nur verzoegert erreichen.

Südosten zeigt moderat bis deutlich erhöhte Trockenheit

Die Suedosten Hamburgs weist großflaechig hellgelbe (ungewoehnlich trocken) und orange Flaechenflecken auf, teilweise mit roten Flecken durchsetzt, die auf moderate bis deutliche Duerre hindeuten. Diese Bereiche — schwerpunktmaessig in den Marschlanden und angrenzenden Regionen — zeigen damit erhoehte Bodentrockenheit im Gesamtprofil an. Die roten Flecken signalisieren eine Intensitaet, die statistisch alle 20 Jahre auftritt.

Höhen und Niederschlagsausfall verschärfen den Südosten

Die aktuellen Wetterdaten erhoehen die Relevanz der Kartenbefunde: In den naechsten drei Tagen sind weitere Niederschlaege nicht zu erwarten, waehrend die Hoechsttemperaturen auf 32,1 Grad Celsius ansteigen. Dies wird die oberflaehennahen Bodenschichten zusaetzlich auslauge, auch wenn der Gesamtboden — das 14-Tage-Mittel der UFZ-Karte — diese kurzfristige Veraenderung noch nicht vollstaendig widerspiegelt. Der maessige Niederschlag der vergangenen Woche (9,3 mm im Durchschnitt) reicht nicht aus, um die defizitaeren Regionen im Suedosten zu entspannen.

Fuer die Landwirtschaft in den betroffenen Suedosten-Bereichen ergibt sich damit eine erhoeht Aufmerksamkeit erforderlich, insbesondere bei Feldkulturen mit flachen Wurzelsystemen. Die deutliche Trockenheit im Bereich der Marschlanden kann zu Bonitaet-Einbussen fuehren, sollte der Niederschlag in den naechsten 10–14 Tagen ausbleiben. Das Grundwasser bleibt in der Region vorerst staerker belastet, eine schnelle Erholung ist ohne nennenswerte Niederschlaege nicht zu erwarten.

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