Der UFZ-Duerremonitor zeigt für Berlin am 15. Juli 2026 ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Die aktuelle Karte, ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, dokumentiert moderate bis deutliche Trockenheit in großen Teilen des Bundeslandes, während der Westen und Nordwesten feuchter sind.

Regionale Verteilung: Der Süden und die Mittelbereiche Berlins werden nach der UFZ-Klassifizierung überwiegend der Klasse „moderate Duerre“ (orange) zugeordnet. Der Osten und Nordosten zeigen stellenweise „schwere Duerre“ (rot). Der Nordwesten und Westen präsentieren sich deutlich feuchter, teilweise mit normalen Bodenfeuchte-Verhältnissen (gelbliche bis hellere Töne). Insgesamt ist etwa die Hälfte bis zwei Drittel des Landes von moderater bis schwerer Trockenheit betroffen.
Wetterlage und Perspektive: In den vergangenen sieben Tagen fielen in Berlin durchschnittlich 4,9 Millimeter Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 21,8 Grad Celsius. Die Höchsttemperatur erreichte 30,4 Grad. Diese relativ trockene und warme Phase erklärt die anhaltende Trockenheit des Gesamtbodens. In den nächsten drei Tagen werden 6,9 Millimeter Niederschlag erwartet bei Höchsttemperaturen um 26,5 Grad. Der Oberboden könnte sich kurzfristig etwas erholen, der tiefere Bodenhorizont reagiert jedoch träge auf kürzliche Niederschläge.
Bedeutung für Landwirtschaft und Wald: Die moderate bis schwere Trockenheit im südlichen und östlichen Berlin erfordert weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit, insbesondere für empfindliche Kulturen und Waldbestände. Bewässerungsmaßnahmen bleiben in diesen Regionen sinnvoll. Der feuchteren Westen ist hingegen weniger betroffen.
Die UFZ aktualisiert den Duerremonitor wöchentlich. Weitere Informationen unter www.ufz.de/duerre.
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