Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Nordrhein-Westfalen überwiegend ungewöhnlich trockene Bodenverhältnisse. Das 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe weist in weiten Teilen des Bundeslandes hellgelbe Bereiche auf, die statistisch alle fünf Jahre auftreten. Einzelne Gebiete im südlichen Bereich erreichen die orange Stufe der moderaten Dürre.

Regional betrachtet zeigen sich die trockensten Verhältnisse im Süden des Landes, wo punktuell orange Bereiche mit moderater Dürre sichtbar sind. Der überwiegende Teil der Landesfläche ist jedoch hellgelb eingefärbt und damit als ungewöhnlich trocken klassifiziert. Größere grüne oder blaue Bereiche mit normaler bis feuchter Bodenfeuchte sind auf der Karte kaum zu erkennen.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen 27,7 mm Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 19,7°C. Diese Niederschläge können die Oberflächenfeuchte kurzfristig verbessert haben, während der tiefere Gesamtboden träge auf solche Ereignisse reagiert und daher die längerfristige Trockenheit widerspiegelt. Für die kommenden drei Tage werden weitere 15,8 mm Niederschlag bei kühleren Temperaturen um 19,2°C erwartet.
Die ungewöhnlich trockenen Bedingungen erfordern in der Landwirtschaft eine aufmerksame Beobachtung der Entwicklung, während die Wasserversorgung noch nicht beeinträchtigt ist. Waldgebiete können erste Anzeichen von Trockenstress zeigen, befinden sich aber noch im Bereich statistisch zu erwartender Schwankungen.
Den aktuellen Wetterbericht für Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.