Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte vom 1. Juni zeigt für Niedersachsen ein geteiltes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der Nordosten des Bundeslandes ungewöhnlich trockene Verhältnisse aufweist, sind weite Teile des südlichen Niedersachsens von normalen bis feuchten Bodenverhältnissen geprägt.

Besonders der Raum um die Lüneburger Heide und Teile der Altmark zeigen hellgelbe Einfärbungen, was nach UFZ-Definition ungewöhnlich trockene Böden bedeutet – ein Zustand, der statistisch alle fünf Jahre auftritt. Vereinzelt sind auch orange Bereiche sichtbar, die auf moderate Dürre hinweisen. Der südliche und westliche Landesteil hingegen zeigt überwiegend weiße bis grüne Färbungen und damit normale Bodenfeuchte-Verhältnisse.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche mit 12,3 Millimetern Niederschlag und Durchschnittstemperaturen von 16,4 Grad ergänzen das Bild der UFZ-Karte, die als 14-Tage-Mittel den träge reagierenden Gesamtboden darstellt. Der für die nächsten drei Tage erwartete Niederschlag von 15,2 Millimetern könnte zu einer schrittweisen Entspannung der Bodentrockenheit beitragen, wobei der Gesamtboden erst verzögert auf Niederschläge reagiert.
Für die Landwirtschaft in den betroffenen Regionen bedeuten die ungewöhnlich trockenen Böden eine erhöhte Aufmerksamkeit bei der Bewässerung, ohne dass jedoch akute Probleme zu erwarten sind. Die normalen bis feuchten Verhältnisse im Süden des Landes zeigen, dass Niedersachsen regional sehr unterschiedlich von Trockenheit betroffen ist.
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