Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Sachsen-Anhalt eine regional stark differenzierte Bodenfeuchte-Situation. Während der nördliche Landesteil überwiegend normale bis leicht feuchte Bodenverhältnisse aufweist, dominieren im südlichen Sachsen-Anhalt hellgelbe und orange Bereiche, die auf ungewöhnlich trockene bis moderate Dürre-Bedingungen hinweisen.

Konkret zeigen sich im nördlichen Bereich um Magdeburg und in der Altmark weitgehend weiße bis leicht gelbliche Töne, was normale Bodenfeuchte-Verhältnisse anzeigt. Der zentrale und südliche Landesteil präsentiert sich deutlich trockener: Hier dominieren hellgelbe Flächen der Klasse „ungewöhnlich trocken“, durchsetzt mit orange eingefärbten Gebieten moderater Dürre. Vereinzelt sind im Süden kleine rote Bereiche erkennbar, die auf schwere Dürre-Bedingungen hindeuten.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche unterstreichen die angespannte Lage: Mit 0 mm Niederschlag und Höchsttemperaturen von 29,3°C bei einem Durchschnitt von 19,3°C herrschten sehr trockene Bedingungen. Der UFZ-Dürremonitor bildet als 14-Tage-gleitendes Mittel für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe diese länger anhaltende Trockenphase ab. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten 5,6 mm Niederschlag werden zunächst nur den Oberboden erreichen, während der tiefere Gesamtboden träge auf kurzfristige Niederschläge reagiert.
Für die Landwirtschaft bedeuten die ungewöhnlich trockenen bis moderat trockenen Bedingungen im südlichen Sachsen-Anhalt eine erhöhte Aufmerksamkeit bei der Bewässerungsplanung. Die moderate Dürre-Klasse tritt statistisch etwa alle zehn Jahre auf, die Bereiche mit ungewöhnlicher Trockenheit alle fünf Jahre. Im nördlichen Landesteil können Landwirte hingegen auf ausreichende Bodenfeuchte setzen. Der UFZ-Dürremonitor wird wöchentlich aktualisiert und ermöglicht eine kontinuierliche Beobachtung der Entwicklung.
Den aktuellen Wetterbericht für Sachsen-Anhalt finden Sie hier.