Sachsen: Schwere Dürre prägt weite Teile des Landes – UFZ-Monitor zeigt rote Bereiche

Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Sachsen eine deutlich angespannte Bodenfeuchtesituation. Weite Teile des Bundeslandes weisen schwere Dürre auf, während im Nordwesten und Süden teilweise noch moderate Dürrewerte oder normale Bodenfeuchte zu verzeichnen sind.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigt sich ein differenziertes Bild: Die zentralen und östlichen Gebiete Sachsens sind überwiegend von schwerer Dürre (rot) betroffen. Besonders ausgeprägt ist die Trockenheit in den Bereichen um Dresden und in der Lausitz, wo teilweise extreme Dürrewerte (dunkelrot) erreicht werden. Der Nordwesten des Landes zeigt dagegen moderate Dürrewerte (orange) bis hin zu normalen Bodenfeuchteverhältnissen (grün). Auch im südlichen Vogtland und Teilen des Erzgebirges sind die Böden weniger stark betroffen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche unterstreichen die angespannte Lage: Mit 0 mm Niederschlag blieb es völlig trocken, bei Durchschnittstemperaturen von 18°C und Spitzenwerten bis 28,3°C. Der UFZ-Dürremonitor bildet als 14-Tage-gleitendes Mittel die Gesamtbodenfeuchtigkeit bis 1,80 Meter Tiefe ab und reagiert träge auf kurzfristige Wetterveränderungen. Die für die nächsten Tage erwarteten 8,2 mm Niederschlag können die tieferen Bodenschichten zunächst nur begrenzt erreichen.

Schwere Dürre bedeutet statistisch Verhältnisse, die nur etwa alle 20 Jahre auftreten. Für die Landwirtschaft ergibt sich spürbarer Trockenstress bei vielen Kulturen, während Waldgebiete und die Wasserversorgung eine erhöhte Aufmerksamkeit benötigen. Der UFZ-Dürremonitor wird wöchentlich aktualisiert und zeigt die längerfristige Entwicklung der Bodenfeuchte.

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